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10. April

By Chrblocom / 9. April 2014

By martin Trägheit zum Guten ist ein sehr großer Fehler, vielleicht der größte von allen, weil keine gute Seite an ihm zu finden ist. Trotzdem taxieren ihn manche Menschen bei sich und andern nicht hoch, weil er eben rein passiv ist und oft auch nicht leicht erkannt wird.

Wäre man ganz klug, würde man möglichst viele Gelegenheiten zu guten Handlungen wünschen und suchen, statt ihnen auszuweichen. So denke ich mir das Himmelreich: als unbeschränkte Veranlassung zu guten Handlungen mit unbeschränkter Kraft und Lust dazu. Ein anderer Himmel wäre eines denkenden Menschen nicht würdig. Das augenblickliche Ruhebedürfnis kann nicht ein ganzes, und schon gar kein ewiges Leben ausfüllen, sondern ist nur ein vorübergehendes Gefühl.

Das ist umgekehrt auch die Hölle schon auf Erden: nichts Gutes zu tun vor sich und auch keine Kraft und Lust dazu. Darin vegetieren viele, die es besser haben könnten.

Hag 1 6–8, Hag 2 4–9.

Wenn man stets in genügenden Geldverhältnissen leben will, muss man damit anfangen, einen bestimmten, wenn auch noch so kleinen Prozentsatz seines Einkommens für wohltätige Zwecke zu verwenden. Das kann jeder, und es ist eine Täuschung zu glauben, dass man damit ärmer wird. Das Gegenteil ist der Fall.

Andererseits sind viele wohlhabende Leute zu träge, um sich selbst damit Mühe zu geben. Sie glauben, sehr viel zu tun, wenn sie einen Teil ihres Überflusses wahllos und oft nicht einmal sehr gutwillig an irgendwelche Vereine oder Anstalten abgeben. Das ist ganz falsch und wird von dem bekannten Ausspruch des Apostels Paulus in 1 Kor 13 3 betroffen.

Es ist heute auch nicht einmal zu raten, dass sich jemand seines ganzen Besitztums zu Gunsten der Armen entäußert, wie es in berühmten Beispielen des Altertums und Mittelalters öfter geschehen ist. Vielmehr soll er es behalten, gut verwalten und die Einkünfte nach Gottes Willen verwenden oder, wenn er das nicht genügend versteht, Personen seines Vertrauens suchen, die es an seiner Stelle tun. Wenn dies alle Reichen mehr oder weniger tun wollten, würde damit viel mehr ausgerichtet als bisher, und sie selbst würden dabei glücklicher sein, als sie es jetzt sind.

(aus Carl Hilty: »Für schlaflose Nächte“, Leipzig/Frauenfeld 1908)

von: Carl Hilty

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