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11. Mai

By martin Schon Boethius führt in seinem berühmten Traktat »Über den Trost der Philosophie“1 aus, dass der Mensch nur durch die Teilnahme am göttlichen Leben wahrhaft glücklich werden könne. Und seit den fast anderthalb Jahrtausenden, die seither verflossen sind, ist es nicht anders geworden, für niemand.

Es ist dabei eine besonders schöne Sache, dass sich Gott nicht betrügen lässt wie die Menschen. Alle bloß formalen Annäherungen an ihn können keinen Sonnenschein in ein verdüstertes Herz zaubern, und auch keine religiöse Schwärmerei oder Sinnesaufregung erreicht diesen Zweck. Die Nähe Gottes ist vielmehr ein ganz eigentümlich stilles, friedsames Gefühl, das weit von diesen Dingen entfernt ist.

2 Mos 34 6 1 Kön 19 12

Sie ist auch das bei weitem intensivste aller menschlichen Gefühle. Mit Freundschaft und Liebe oder irgendetwas anderem ist es gar nicht entfernt an Wirkung zu vergleichen, nicht bloß auf die volle Befriedigung des Herzens, sondern auch auf die Erhebung und Befreiung des Geistes von allerlei Schranken.

Dass ein Gefühl von solcher Kraft von einem wirklichen Gegenstand ausgehen muss, das braucht für jene, die es selber kennen, keiner weiteren Beweisführung. Sie bedauern nur jeden Tag ihres Lebens, an dem sie es nicht gekannt haben.

(aus Carl Hilty: »Für schlaflose Nächte“, Leipzig/Frauenfeld 1908)

De consolatione philosophiae, entstanden um 525 n. Chr. ↩

von: Carl Hilty

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