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23. Juni

By Chrblocom / 22. Juni 2014

By martin
Weit hinter ihm, in wesenlosem Scheine
Lag, was uns alle bändigt, das Gemeine.

Dieser Nachruf Goethes an Schiller bezeichnet das Erziehungs- oder “Kulturideal”, sofern man ein solches aufstellen will, besser als der bloße Heroen-Kultus Carlyles, oder gar das “Übermenschentum” Nietzsches.

Die “blonde Bestie”, das rohe, kraftstrotzende Germanentum ohne alle Bildungsskrupel, das uns in eine neue Völkerwanderungszeit zurückversetzen würde, mag das Fantasie-Ideal von nervenkranken Menschen bleiben, denen um Kraft alles andere feil ist, oder von Ländern, in denen ein echtes, unvermischtes deutsches Volk nie gelebt hat.

Das wirkliche deutsche Volk dagegen hat ein größeres Ideal, und es hat aus seiner ersten Kulturepoche bloß zwei charakteristische Eigenschaften stets beizubehalten: den angeborenen Sinn für Treue, wie ihn kein anderes Volk besitzt, und den für Reinheit, männliche so gut wie weibliche, die schon der Römer Tacitus an den Deutschen seiner Zeit bewunderte. An diese beiden Eigenschaften, an nichts anderes, knüpft sich auch der Beruf der Deutschen zur Weltherrschaft: Mit ihnen steigt und fällt ihre Brauchbarkeit dazu.

(aus Carl Hilty: »Für schlaflose Nächte“, Leipzig/Frauenfeld 1908)

von: Carl Hilty

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