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7. Juni

By martin Wenn man die menschlichen Dinge nicht mit Mitleid betrachten kann, dann verdirbt der Kontakt mit der Welt den inneren Menschen unweigerlich. Das ist die Rechtfertigung des Klosterlebens, aber eben nur eine relative; es gibt auch einen anderen Ausweg.

Man muss stets für tatsächliche Belehrung zugänglich sein und diese dankbar von jedermann annehmen.

Was dagegen die allgemeine Lebensanschauung betrifft, muss man diese beständig durch Nachdenken und Erfahrungen in sich zu vertiefen und abzuklären suchen, sich aber nicht jedem menschlichen Einfluss öffnen. Ja, es ist besser, dem ganzen Zeitgeist schließlich fremd gegenüberzustehen. Er ist es selten wert, ihm die Persönlichkeit zu opfern, im Gegenteil haben Einzelne ihm schon oft eine andere Richtung gegeben.

Volk und Knecht und Überwinder,
Sie gestehn zu jeder Zeit,
Höchstes Glück der Erdenkinder
Sei nur die Persönlichkeit.

Jedes Leben sei zu führen,
Wenn man sich nicht selbst vermisst,
Alles könne man verlieren,
Wenn man bleibe, was man ist.

(Goethe)

Wie kann ein Mensch große Dinge begreifen,
die sein Geist zu sehr in kleine Betrachtungen zerteilt?1

(Bacon)

(aus Carl Hilty: »Für schlaflose Nächte“, Leipzig/Frauenfeld 1908)

How can a man comprehend great matters, that breaketh his mind too much to small observations? ↩

von: Carl Hilty

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