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And Justice for All – was bedeutet Gerechtigkeit?

By Chrblocom / 25. September 2013

3150mal – so oft redet die Bibel von Gerechtigkeit. Damit ist es neben „Götzendienst“ Thema Nr.1 im Buch. Grund genug, mal zu gucken, was Gerechtigkeit eigentlich heißt und was Ungerechtigkeit mit Götzendienst zu tun hat.

Wer gerecht handelt, der handelt nach jüdischem Verständnis zum Nutzen einer Gemeinschaft, wer ungerecht handelt, zu deren Schaden. Wenn ich also jemanden behandle als sei er meinesgleichen, dann handle ich gerecht an ihm; wenn ich ihn aus meiner Gemeinschaft ausschließe, dann ungerecht.

Wenn es nun von Gott heißt, dass er gerecht handelt, dann bedeutet dies nichts anderes, als dass Gott uns in seine Gemeinschaft aufnimmt. Die Bibel redet diesbezüglich auch davon, dass Gott einen Bund mit uns schließt:

„Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht ablassen will, ihnen Gutes zu tun. (Jeremia 32,40) Sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein. (Jeremia, 31,33)“

Da Gott pflegt, seine Versprechen einzuhalten, kann dieser Bund von Gott nicht gebrochen werden. Nur der Mensch kann ihn brechen, indem er sich selbst aus dieser Gemeinschaft herauskatapultiert. Das tut er, indem er anderen Göttern nachläuft.

„Götzendienst“, das übersetzt Paulus dann im neuen Testament mit „Habgier“ oder „Geldgier“. Die Ausdrücke haben gemein, dass der Mensch sein Glück und seine Sicherheit nicht von Gott abhängig macht, sondern von materiellen Gütern. So gesehen besteht kein großer Unterschied zwischen einem geschnitzten Götzen und einer gegossenen Münze.

Götzen sind natürlich nicht real, sondern nur selbstgefertigte Spiegelbilder des eigenen Selbst. D.h. indem man einen Götzen anbetet, betet man eigentlich die eigenen Wünsche und Begierden an.

Im Hinblick auf Gerechtigkeit gibt es nun zwischen Gottesdienst und Götzendienst einen großen Unterschied. Gott zu dienen, heißt Gottes Dienst zu tun. Wenn aber, wie gesehen, Gottes Dienst ist, den Menschen Gutes zu tun, dann bedeutet Gottesdienst ebenfalls, seinen Mitmenschen Gutes zu tun. Wenn wir also Gott dienen, dann handeln wir gerecht, indem wir Menschen Gutes tun. Indem wir ihnen Gutes tun, haben wir gleichzeitig Gemeinschaft mit ihnen. Indem wir aber Gemeinschaft mit ihnen haben und Gott Gemeinschaft mit uns hat, haben sie, indem sie Gemeinschaft mit uns haben, gleichzeitig auch Gemeinschaft mit Gott.

Wenn ich dagegen Götzendienst betreibe, dann erweise ich, wie gesehen, meinen eigenen Wünschen und Begierden einen Dienst. Das bedeutet aber wiederum nichts anderes, als dass ich ungerecht handle, denn indem ich meine eigenen Wünsche und Begierden auf Kosten anderer verwirkliche, schließe ich sie gleichzeitig aus meiner Gemeinschaft aus. Denn Gemeinschaft ist eine gemeinsame Unternehmenschaft, in der es unmöglich ist, dass einer den anderen ausnutzt.

Da solches Verhalten natürlich alle Pläne durchkreuzt, die Gott mit dieser Welt hat, ist es kein Wunder, dass er mit jeder Form von Ungerechtigkeit hart ins Gericht geht:

„Wehe dem, der seinen Palast ausbaut und dabei Unrecht tut, indem er seine Untertanen unentgeltlich arbeiten lässt und sie um den gerechten Lohn bringt! Wehe dem, der sich vornimmt: ‚Einen großen Palast lasse ich mir errichten, mit geräumigen Zimmern im Obergeschoss. Ich setze große Fenster ein, kleide den Palast mit Zedernholz aus und lasse ihn rot anstreichen. Bist du deshalb ein großer König, weil du prunkvolle Bauten aus Zedernholz errichtest, die schöner sind als andere? Auch dein Vater liebte auserlesene Speisen, doch er sorgte für Recht und Gerechtigkeit, und darum ging es ihm gut. Er verhalf den Wehrlosen und Armen zu ihrem Recht und hatte Erfolg bei dem, was er tat. Wer so lebt, hat mich, den Herrn, wirklich erkannt.“ (Jeremia 22,13f)

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