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Annahme ohne Erwartungen?

By noreply@blogger.com (Pfr. Frank Vornheder) Eine junge Frau, attraktiv und im besten Alter, lernt einen jungen Mann, ebenfalls im gleichen Alter, kennen. Sie denkt sich: Eigentlich ein flotter Typ, das könnte etwas auf Dauer werden – wären da nicht so ein paar Punkte, die es auszumerzen gäbe. Aber sein Bruder hat diese Punkte ja nicht. Also sollte es doch möglich sein das er genauso wird ….. Sie gehen eine Beziehung ein und heiraten auch bald danach. Und sie beginnt ihn sich dahin zu biegen, wo sie ihn hin haben möchte: ein wenig redsamer, ein wenig zuverlässiger, ein wenig ordentlicher und, und, und…. Aber nach ein paar Jahren stellt sie fest: Das wird nichts. Irgendwie bekomme ich ihn nicht dahin, wohin ich ihn haben möchte. Er ist irgendwie anders, nicht der Traumprinz, den sie erwartet hatte sich zurechtbiegen zu können. Sie ist traurig, enttäuscht und fragt sich: warum kann er nicht so sein wie sie ihn gerne hätte. Bis sie schliesslich eines Tages die Ehe beendet und sich eine eigene Wohnung nimmt. Diese kleine fiktive Geschichte ist doch irgendwie ganz real. Wie viele Menschen gehen so in ihren Beziehungen miteinander um? Es sind, so glaube ich, sehr viele. „Annahme, ja, aber nur wenn der andere so wird wie man ihn sich wünscht“. Und wenn die Veränderungs-Erwartungen nicht erfüllt werden? Dann wird die Beziehung beendet. Haben wir in unseren Gemeinden nicht ein ähnliches Verhalten? Nehmen wir nicht auch die Menschen zuerst an wie sie sind und haben danach die Absicht sie anschliessend durch Kurse und Seminare und anderen Hilfsmitteln zu besseren Menschen zu machern? Wir haben schliesslich eine Kleiderordnung, einen Verhaltenskodex, eine eigene Sprache und Umgangsformen. Wir nehmen jeden an, aber dann erwarten wir, dass er sich doch wenigstens nach kurzer Zeit so benimmt wie wir: sich kleidet wie wir, zumindest halbwegs, und irgendwann auch so redet wie wir. Dieser Ansatz setzt die Menschen unter Druck: sie müssen sich selber verändern, wenn sie mit uns dauerhaft Umgang haben wollen. Doch der himmlische Vater geht mit seinen Kindern anders um. Gottes Annahme sieht völlig anders aus. Er nimmt uns vorbehaltlos an – wie wir sind. Er wünscht sich eine nahe Beziehung mit denen, die sich falsch benehmen, die sich falsch ausdrücken und auch sonst keine Ahnung haben. Und in den Jahren meines Dienstes konnte ich immer wieder beobachten, wie sich Menschen „durch den Umgang mit Gott“, oder anders ausgedrückt „durch das Leben in seiner Nähe“, verändern. Einfach, weil sie mit dem himmlischen Vater regelmässig Gemeinschaft pflegen. Wäre dies nicht auch ein Ansatz für unsere Gemeinden? Wir sollten nicht mehr versuchen die Menschen zu verändern, oder sie unter Druck setzen sich selber zu verändern, sondern sie versuchen zu lehren in Gottes Nähe zu leben. Eben, weil wir wissen, dass sie sich in seiner Nähe verändern werden. In seiner Gegenwart wird die Seele heil, reale Probleme gelöst und die Persönlichkeit verändert sich wie von selber. In seiner Nähe werden sie zu den Menschen, in denen sich Gott selber widerspiegelt. Und so lese ich auch die Aufforderung des Paulus, dass wir uns gegeseitig annehmen sollen wie uns Gott auch angenommen hat: so wie wir sind – ohne Vorbehalte, ohne Erwartungen, ohne die Manipulation zur Veränderung. Im Wissen, dass in der Nähe Gottes jeder die Veränderung erfahren kann, die er für sein Leben benötigt. Darum nehmt einander an, gleichwie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes! (Römer 15:7 SCH2000)

von: Land der Ruhe

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