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Artikel II – Bibel oder kirchliche Autorität

By Chrblocom / 2. Oktober 2013

By Theolunke

Der zweite Artikel der Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Schrift (gesamte Erklärung HIER) behandelt die Frage, was denn nun die “höchste” Autorität ist. Die Bibel – oder sind kirchliche Autoritäten in bestimmten Fällen dem doch gleichgestellt?

Artikel II

Wir bekennen, dass die Schrift die höchste schriftliche Norm ist, durch die Gott das Gewissen bindet und dass die Autorität der Kirche derjenigen der Schrift untergeordnet ist.

Wir verwerfen die Auffassung, dass kirchliche Bekenntnisse, Konzilien oder Erklärungen eine höhere oder gleichrangige Autorität gegenüber der Autorität der Bibel hätten.

Quelle: Wikipedia – erstes Konzil von Nicäa

Tja, im ersten Artikel habe ich schon geschrieben, dass es sich bei der Bibel anscheinend um eine AUTORITÄT oder sogar DIE Autorität für Christen handelt. Aber ist es die einzige Autorität? Zuallererst fallen mir hier natürlich kirchliche Konzile, Dogmen oder Dekrete ein, die doch irgendwie auch eine ähnliche Autorität beanspruchen. Aber das Problem gibt es ja nicht nur im “katholischen Lager” – oder? Haben nicht auch reformierte Christen, Freikirchler und andere oft den Anspruch, dass die jeweils “eigene” Auslegung natürlich die einzig Richtige ist? Die eigene “Hermeneutik” – ein anderes Wort für Auslegung – wird dann oft in denselben Rang gehoben, wie die Bibel selbst!

Ein Beispiel: Viele fruchtlose und letztendlich ebenso sinnlose Diskussionen habe ich schon erlebt, wo sich Christen gegenseitig zerfleddert haben, weil die eine Seite darauf besteht: “Der Schöpfungsbericht ist DEFINITIV als naturwissenschaftliches Dokument zu lesen” – während die andere Seite konsterniert: “Nein, das ist ein poetischer Text und als solcher zu verstehen”
Beide Seiten bestehen darauf, dass IHRE Auslegung die Wahrheit beinhaltet. Somit erklärt man die eigene Auslegung als der Schrift “gleichgestellt” und ebenso Autorität und bindende Norm.

Vielleicht sollten wir uns überlegen, ob wir nicht auch manchmal eigene Auslegungen, eigene Meinungen und eigene Traditionen als “der Schrift gleichgestellt” betrachten … ich vermute, dass das zumindest bei mir manchmal der Fall ist!
Lt. “Chicago-Erklärung” wäre das eindeutig “zu verwerfen”! Oder ist das eigentlich egal?Eventuell darf man das ja auch gar nicht “so eng sehen” – was meint ihr?

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