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Artikel III: Ist sie es nun – oder ist sie es nicht?

By Chrblocom / 4. Oktober 2013

By Theolunke

Gedanken zum dritten Artikel der Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Schrift. Unter dem Punkt “Standpunkte” findet ihr Beiträge zu den ersten beiden Artikeln!

Artikel III

Wir bekennen, daß das geschriebene Wort in seiner Gesamtheit von Gott gegebene Offenbarung ist.

Wir verwerfen die Auffassung, daß die Bibel lediglich ein Zeugnis von der Offenbarung sei oder nur durch die Begegnung mit ihr Offenbarung werde oder daß sie in ihrer Gültigkeit von einer Antwort des Menschen abhängig sei.

Im dritten Artikel der Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Schrift (gesamten Text siehe HIER) wird ein Thema angesprochen, das in den vergangenen Diskussionen auch schon angeklungen ist. Ist die Bibel, die “heilige Schrift” der Christen nun tatsächlich “das Wort Gottes”, also Gottes direkte Offenbarung an die Menschen – oder ist sie es nicht?” Viele Christen, darunter auch die Verfasser der Chicago-Erklärung, sind klar der Meinung: “Ja, die Bibel IST Gottes Offenbarung”! Andere sagen, nein, die Bibel ist nur eine Sammlung von Berichten, in denen es um Menschen geht, die Offenbarungen von Gott erhalten haben. Merkt ihr den Unterschied? Man möge mir bitte keine Haarspalterei vorwerfen, aber es ist schon etwas anderes, ob die Bibel “nur” Berichte über Offenbarungen enthält – oder SELBST die Offenbarung an uns ist.

Im ersten Fall lese ich einfach darüber, wie Menschen Gott begegnet sind. Wie sie Offenbarungen erhalten haben und was sie darüber schreiben.
Im zweiten Fall kann ich SELBST Gott begegnen, durch das Lesen der Bibel. Ich SELBST werde Empfänger der göttlichen Offenbarung. Ich bin nicht ein unbeteiligter Dritter, der von so einem Ereignis liest, sondern es geht ganz unmittelbar um MICH – und mein Leben!

Quelle: Amazon.de

Ein krasser Unterschied – oder? Natürlich kann ich auch etwas von Gott lernen, wenn ich Berichte über Menschen lese, die Gott begegnen. Aber das ist doch kein “Alleinstellungsmerkmal” der Bibel. Ich profitiere ungemein von Biographien großer Gottesmänner, Georg Müller, Hudson Taylor, Jim Elliot, Jonathan Edwards und viele andere haben mich in meinem Glauben persönlich herausgefordert. Aber es hat mich niemals so angesprochen wie die Bibel selbst. Der Anspruch der Bibel ist es, Gottes WORT zu sein! Nicht ein Bericht über Gottes Worte …

Im neuen Testament wird immer wieder das Alte Testament zitiert – oft mit den Worten: “Gott spricht: …” So zum Beispiel auch in 2. Korinther 2,6: Paulus zitiert eine Stelle aus Jesaja und sagt: “Das sagt Gott HEUTE zu EUCH” Er geht nicht davon aus, dass es einfach ein historischer Bericht ist von etwas, was Gott Jesaja gesagt hat. Sondern dass es eine Offenbarung Gottes für die Korinther ist. Und genauso – und das denke ich, dass es ist – für uns heute. Und für die Menschen im 22. Jahrhundert … und darüber hinaus!

Das ist der Grund, warum ich denke, dass die Chicago Erklärung hier recht hat – die Bibel IST Gottes Offenbarung, heute und zu allen Zeiten und für alle Menschen! In allen Kulturen und Gesellschaften. Eben sein “lebendiges Wort”!

Hier zum Blog des Autors

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