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Chuck Norris, die Heilsgewißheit und das Ökumenische Konzil

By Chrblocom / 1. Dezember 2013

By De Benny

Da war doch so ein Stöckchen… ach, da isses ja. Alexander hat mir ein Stöckchen zugeworfen, es sind drei Fragen zu beantworten, die Alexander beantwortete und dann nochmal 5 von Mechthild. Also frisch ans Werk:

1. Dein schönstes Kindergebet und der schlimmste Vers im Glaubensbekenntnis.

Heute bet ich ja mehr so freestyle, was grad anliegt. Als Kind gab es noch die vorformulierten Gebete, jeden Abend vor dem Schlafengehen, und zwar den Evergreen, den auch Alexander schon nannte: “Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein”. Das andere: “Lieber Gott, mach mich fromm, daß ich in den Himmel komm” kannte ich nur von katholischen Bekannten. Und es kam mir früher schon komisch vor. Erstens verstand ich nicht, was “fromm” eigentlich heißt und dann hatte ich so ein komisches Gefühl beim Gedanken, daß das in den Himmel kommen in Frage gestellt sein sollte. Ich wurde zwar nicht besonders kirchen- oder religionsnah erzogen, aber von der Heilsgewißheit bin ich damals wohl schon unbewußt ausgegangen, fällt mir gerade auf…

Glaubensbekenntnis: Hmm, eigentlich hab ich damit weniger Probleme. Auch nicht mit der Jungfrauschaft (man muß ja nicht alles historizistisch sehen). Schade find ich, daß Jesus in der aktuellen Fassung nicht mehr “in die Hölle” “niederfahren” darf, sondern “in das Reich des Todes” “hinabsteigen” muß. Erstens mag ich solche Archaismen, und zweitens gefällt mir die Vorstellung der Höllenfahrt Christi (auch wenn sie biblisch schwach belegt ist) samt der Befreiung aller durch den Tod Gebundenen. Da könnte man auch toll nen Actionfilm draus machen. Vielleicht mit Chuck Norris in der Rolle des Todes/Teufels und, ja wer würde dann Jesus spielen? Mit “Jesus ist sogar stärker als Chuck Norris” hätte man dann auch fast aktuelle Jugendkultur aufgenommen (naja, Chuck Norris Facts sind auch schon was her).

2. Was würdest Du als Päpstin oder Kirchenpräsident als erstes tun?

Das ist ne Scherzfrage, richtig? Also antworte ich im Scherz: Als Papst würde ich mich erstmal auf die cathedra setzen und ne unfehlbare Verlautbahrung ablassen. Und zwar würde ich die Institutio Christianae Religionis des Herrn Jean Calvin verlesen. Dann würde ich ein ökumenisches Konzil einberufen und den Bischöfen sagen: So, bringt das mal alles mit der restlichen Lehre in Einklang, ich bin dann mal so lange in Urlaub…

Nee, wahrscheinlich würde ich das nicht tun, aber was antwortet man auf solche Fragen? Und als Kirchenpräsident? Noch schwieriger, weil da fallen mir dann auch keine Witze mehr ein. Und so viel kann ein Kirchenpräsident ja auch nicht entscheiden, wenn ich das richtig verstehe, aber was weiß ich schon. Dann lieber als “richtiger” Pfarrer irgendwo in ne Gemeinde, da ist man näher an den Menschen und muß auch nicht so viel repräsentieren… Ihr wollt ja noch ne Antwort. Womöglich würde ich mich für mehr Transparenz einsetzen und versuchen, darüber dann alle Ebenen der Kirche ins Gespräch zu bringen. Vielleicht hat ja jemand von der Basis ganz gute Ideen zu dem ein oder anderen Problem der Kirche. Aber das sind ja alles keine Sachen, die der Kirchenpräsident im Alleingang durchsetzen könnte, und Synode kann man als EInzelner ja nicht werden…

3. Sollte sich die Kirche in der Tat mehr „Beulen“ holen?

Was sind denn “Beulen”? Eher sowas, wenn sie schlechte Presse kriegt wegen Mißbrauch oder Geldverschwendung, oder eher sowas, wenn sie sich mal aus dem Glauben klar für etwas einsetzt wie die Asylsuchenden, und dafür dann auch von den politisch andersdenkenden kritisiert wird? Und wer ist eigentlich “die Kirche”? Die Institution oder die sanctorum communio. Auch nicht ganz das Gleiche. Ich finde, man sollte bestrebt sein, möglichst wenig auf die Beulen zu achten und möglichst oft sich für das einzusetzen, was man aus dem Glauben heraus als Wahrheit begriffen hat. Was das ist, ist in einer pluralen Kirche natürlich umstritten. Aber Streit ist manchmal besser, als etwas totzuschweigen, und so lange man am Sonntag immer noch gemeinsam singen, beten und das Abendmahl empfangen kann, ist IMHO alles im grünen Bereich.

Das waren die Fragen von Alexander, jetzt noch die von Mechthild:

1. Wer hat Dir zuerst von Gott oder dem Göttlichen erzählt?

Schwere Frage, weil das ist soo lange her. Solange ich mich zurückerinnern kann, hat meine Mutter mit mir beim in Bett gehen gebetet. Ansonsten erinnere ich mich an den Kindergarten, wo Geschichten von Jesus vorgelesen wurden (und wohl auch Abraham und Noah etc, an Einzelheiten erinnere ich mich nicht).

Daß es Gott gibt war eigentlich immer recht unumstritten bei uns daheim, das lief so mit. Lustigerweise kann ich mich daran erinnern, als ich zum ersten Mal von Adam und Eva hörte. Und zwar von Opa, der mir erklärte, daß das die ersten Menschen waren. Was mich etwas verwirrte, denn zu dem Zeitpunkt lief im Fernsehen auch schon “Es war einmal… der Mensch” und ich wußte um die Evolution, wenn auch nicht unter dem Namen. Ein ähnliches Verwirrspiel gab es dann auch mit dem Klapperstorch und der Tatsache, daß Babies aus dem Bauch der Mutter kommen (ich hab ja ne kleinere Schwester und meine Eltern haben auch immer gesagt, daß sie aus dem Bauch kam/kommt, aber in den Zeichentrickfilmen waren es immer die Störche, die die Kinder brachten). Aber das ist ne ganz andere Geschichte.

2. Dein liebster Satz aus der Bibel?

Röm 8,38f fällt mir grad ein, aber es gibt viele andere, die mir grad nicht einfallen…

3. Betest Du? Und wenn ja: wie und zu wem?

Ja. Wie? Hmm, manchmal falte ich die Hände, manchmal nicht, manchmal bete ich in einer ruhigen Minute oder nachts im Bett, manchmal ohne daß man mir was ansieht in der Straßenbahn. Und zu wem? Gott. Ja ich find das immer komisch, wenn in gewissen Gemeinden Jesus mehr in den Fokus rückt und zu Ihm gebetet wird. Ich halt das theologisch nicht für falsch, aber es ist mir und meiner “Frömmigkeit” fremd. Und zu Gott zu beten ist ja auch nicht falsch

4. Welches Fest im Kirchenjahr entspricht am meisten Deiner Art zu glauben?

Ostern. Ganz klar. Niedergefahren zur Hölle, auferstanden von den Toten (hatten wir schonmal, oder?), all Seine Feind gefangen Er führt… die ganze Dramatik, erst die scheinbare Niederlage an Karfreitag, dann der Triumph und damit zusammenhängend ja auch immer die Befreiung von Sünde, Tod und Teufel. Spricht mich unglaublich an, intellektuell wie emotional.

5. Findest Du es sinnvoll, Mitglied der Kirche zu sein?

Und wieder stellt sich die Frage: Was ist Kirche? Zur communio sanctorum gehör ich qua Glauben dazu, ob ich will oder nicht. Mitglied einer Institution zu sein ist schon wieder etwas anderes. Aber die Gemeinschaft ist ja durch den Glauben gegeben, und eine Gemeinschaft wird sich immer irgendwie organisieren. Deshalb kommt man auch aufs Ganze gesehen an der Institution nicht vorbei. Sowas wird es immer wieder geben. Ob man jetzt selbst Mitglied einer bestimmten Institution sein will oder muß… ich seh zumindest keine sinnvolle Alternative zu “meiner” Kirche. Ich fühl mich da wohl und hab auch keine größeren theologischen Differenzen, wieso also wechseln?

So, das ist jetzt der Punkt, an dem ich ein paar Fragen formulieren soll und diese als Stöckchen weiterwerfen:

1. Oben sprach ich von ner Verfilmung der Höllenfahrt Christi mit Chuck Norris als Teufel. Wem würdest Du die Rolle von Jesus geben und wieso?

2. Das Evangelium, die frohe Botschaft. In drei (gerne längeren) Sätzen.

3. Abwandlung der obigen Frage: Wenn Du Pfarrer wärst, was würdest Du tun?

Und das Stöckchen geht an meinen Mitautor Nordlicht, Thomas und Eric Djebe.


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