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Der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens

By Chrblocom / 29. Dezember 2013

Man wird ja im Leben meistens immer etwas schlauer, daher leg ich nochmal nach, was meine Erkenntnis über den Baum der Erkenntnis und den Baum des Lebens angeht. In erster Linie geht’s mir um diesen Vers:

„Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!“ (1. Mose 3,22)

Über den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen
Laut Siegfried Zimmer hat Luther das etwas missverständlich übersetzt, denn eigentlich geht’s hier gar nicht so sehr um die moral-theoretischen Größen Gut und Böse, sondern viel praktischer darum, was einem gut tut und was einem schadet. Besser wäre es demnach, von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Schlechten zu reden. Indem der Mensch davon isst, macht er deutlich, dass er von nun an selbst entscheiden will, was für ihn gut ist und was ihm schadet, ohne in dieser Sache Gott zu vertrauen. Das Problem dabei ist, dass der Mensch nicht allein auf der Welt ist und daher oft das, was für den einen gut ist, dem anderen schadet. Nur Gott hat den Überblick und weiß daher, was für jeden einzelnen und alle gemeinsam das Beste ist. Ihm nicht zu vertrauen, heißt somit, sein eigenes Ding durchzuziehen, und das meistens auf die Kosten anderer. Der Sündenfall ist so gesehen die Geburtsstunde des menschlichen Ego.

Kleiner Einschub: Warum ist Egoismus böse?
Irgendwo habe ich den klugen Satz gehört, dass das Charakteristische am Bösen ein Mangel an Empathie ist, der Fähigkeit also, sich in andere hineinversetzen zu können. Indem ich mich immer nur um mich selbst drehe, bin ich ausschließlich auf meine eigenen Gefühle und Bedürfnisse fixiert und verliere somit die Gefühle und Bedürfnisse der anderen aus den Augen, bzw. muss sie bewusst verdrängen, um mich durch mein egoistisches Verhalten nicht schuldig zu fühlen. Ist die Fähigkeit zur Empathie in mir irgendwann vollständig erloschen, ist der andere für mich wie tot und ich kann mit ihm machen, was ich will. So gesehen ist vom Baum der Erkenntnis zu essen eigentlich nichts anderes als von dem Baum zu essen, der mich böse macht.

Über den Baum des Lebens
Was heißt es aber nun, dass der Mensch, wo er bereits vom Baum der Erkenntnis gegessen hat, auf keinen Fall auch noch vom Baum des Lebens essen soll? Will man wissen, was Leben heißt, dann muss man auf den gucken, der das Leben schlechthin ist. Wenn das Charakteristische am Leben aber das Charakteristische an Gott ist, dann ist Leben extrem dynamisch und hat enormes schöpferisches Potential. Wer das Leben hat, der hat demnach große Macht, weil er dazu imstande ist, die Dinge um sich herum zu verwandeln. Was das bedeutet, das sieht man am besten an Jesus. Seine Gegenwart genügt und Lahme gehen, Blinde sehen, Stürme werden gestillt und alles Negative wird ins Positive verwandelt.
Wenn Gott sagt, dass der Mensch nun bloß nicht auch noch vom Baum des Leben essen soll, dann erinnert mich das an eine Szene aus dem Herrn der Ringe, in der es der Zauberer Gandalf nicht wagt, den Ring der Macht an sich zu nehmen, mit der Begründung, er hätte Angst, dass er, selbst wenn er ihn für etwas Gutes einsetzen würde, Böses dabei herauskommt. Meine Vermutung, was es mit dem Baum des Lebens auf sich hat, zielt in die gleiche Richtung: Wenn der Mensch ohne Gott überhaupt keinen Überblick darüber hat, was für alle das Beste ist und zudem immer nach dem eigenen Vorteil strebt, dann würde er die Macht, die ihm der Baum des Lebens verleiht, unweigerlich für das Böse einsetzen. D.h. die ihm verliehene schöpferische Energie würde er für seine eigenen Ziele missbrauchen und damit mehr zerstören als heile machen. Statt also, wie Jesus, das Negative ins Positive zu verwandeln, würde er, wie der Teufel, das Positive ins Negative verwandeln und damit aus dem Leben eine Art Antileben machen.

Über das Gift der Schlange und das Blut von Jesus
Der Grund, warum im Baum der Erkenntnis eine Schlange sitzt, ist wohl der, dass die Schlange mit einem kleinen unscheinbaren Biss den ganzen Körper vergiftet, bis er irgendwann wie gelähmt ist, unfähig, sich gegen das Böse aufzubäumen. Das Gift der Schlange steckt in ihren Worten, die den Menschen dazu verleiten, sich gegen Gott und für das eigene Ego zu entscheiden. Weil das Gift lähmt, ist der Mensch unfähig, seine Entscheidung zu revidieren und macht in der Folge immer wieder den gleichen Fehler. Wenn das Blut eines Menschen aber vollständig vergiftet ist, dann hilft eigentlich nur noch eine Bluttransfusion, wobei das vergiftete Blut durch unvergiftetes Blut ausgetauscht wird. Wenn aber alle Menschen außer Jesus vergiftet sind, dann ist sein Blut das einzige, das retten kann. Fließt durch unsere Venen nun aber sein Blut – und Blut bedeutet immer auch Leben – dann haben wir Anteil an seinem ewigen Leben und sollten fortan ebenso wie er dazu imstande sein, die Welt schöpferisch ins Positive zu verwandeln.

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