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Der strafende Gott oder Gott, der Kartenspielmacher

By Chrblocom / 24. November 2013

Ich hoffe, ich deprimiere hier keinen, wenn ich ständig von Gott im Zusammenhang mit Furcht, Angst und Strafe rede, aber da es so manchem doch Schwierigkeiten bereitet, den liebenden Gott mit dem strafenden Gott zusammenzubringen, ist das ein wichtiges Thema, das der Erklärung bedarf.

Wenn in der Bibel also davon die Rede ist, dass Gott Menschen bestraft, dann passt das Bild eines Gottes, der Menschen beobachtet, um Fehlverhalten direkt und unmittelbar zu sanktionieren, eigentlich nicht zu einem allmächtigen und allwissenden Gott. Denn solch ein Gott, der sich zudem außerhalb von Raum und Zeit befindet, weswegen für ihn alles, was jemals passiert ist und passieren wird, nur ein einziger Moment ist, solch ein Gott hat es weder nötig, Menschen zu beobachten, noch muss er sich spontan überlegen, wie er auf das menschliche Ergehen und Vergehen reagiert.

Wenn ich insofern an einen strafenden Gott denke, dann denke ich an ein Kartenspiel, in dem die „Strafe“ bereits von vornherein feststeht. D.h. der Kartenspielmacher, der sich das Kartenspiel ausgedacht hat, der hat sich schon im Vorfeld überlegt, mit welchem Blatt man gewinnt und mit welchem man verliert. Angenommen also, man gewinnt das Spiel mit den Königen, dann lautet die Spielregel: Schnapp‘ dir so viele Könige wie du kriegen kannst! Verliert man dagegen mit den Buben, dann ist es natürlich ratsam, denen aus dem Weg zu gehen. Ist jemand aber nun ganz verliebt in die Buben, weswegen er sich einen nach dem anderen auf die Hand holt, dann muss er sich nicht wundern, nach nur wenigen Runden aus dem Spiel zu fliegen. Streng genommen ereilt ihn in diesem Fall die Strafe des Kartenspielmachers, aber nicht, indem dieser persönlich vorbeikommt und ihn vom Stuhl zerrt, sondern, indem dieser in den Spielregeln Wenn-Dann-Bedingungen festgelegt hat, welche die Spielsituation regeln.

Was ist aber nun, wenn der Kartenspielmacher gar nicht wollen würde, dass bei diesem Spiel überhaupt irgendjemand verliert? Eine Möglichkeit wäre, die Spielregeln zu ändern, was allerdings insofern keine gute Idee ist, als dass dadurch die ganze Spielidee in sich zusammenbrechen würde. Will er also weder jemanden verlieren sehen noch das ganze Spiel ruinieren, dann bleibt ihm eigentlich nur die Möglichkeit, selbst an dem Spiel teilzunehmen und sein gutes Blatt mit den sich vor dem Aus befindlichen Spielern zu tauschen.

Oder wie es die Bibel ausdrückt:

„Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen. Er wurde für uns bestraft – und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott!“

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