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Der Sündenfall – von Adam und Eva lernen

By Chrblocom / 14. Oktober 2013

Die Geschichte im Zeitraffer: Gott schafft den Menschen. Setzt ihn ins Paradies. Sagt ihm, er darf von allen Bäumen essen, nur nicht vom Baum der Erkenntnis. Er macht es trotzdem. Und fliegt raus.

Worum es also geht, sind Bäume. Von allen Bäumen darf der Mensch essen. Also auch vom Baum des Lebens, der in der Mitte des Gartens seht. Nur von einem soll er die Finger lassen. Vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Er kann’s aber nicht und fällt in die Sünde wie ein kleiner Junge in eine dreckige Pfütze stolpert.

Doch wo fängt Sünde an? „Wer eine andere Frau begierlich anguckt, hat damit schon die Ehe gebrochen“. Wer den Apfel essen will, hat ihn damit schon gegessen. Ihn dann wirklich zu essen, ist dann nur noch ein smbolischer Akt für etwas, das man innerlich bereits längst vollzogen hat. Gott sagt, iss nicht! Die Schlange sagt, iss! Und der Mensch steht in der Mitte und fragt sich, was er tun soll. Von wem er sich erkennen lassen soll. Wer in ihn eindringen darf. Teil von ihm werden darf. Gott oder der Teufel?

Er muss abwägen und entscheidet sich für das Gute. Oder wenigstens das für ihn Gute. Das subjektiv Gute. Der Apfel ist schön anzuschauen. Er verleiht den Worten des Teufels nach einen gottähnlichen Status. Also ist es eine gute Entscheidung, ihn zu essen. Adam denkt so. Und alle anderen nach ihm, denken genauso. Es gibt immer gute Gründe, sich für das Falsche zu entscheiden. Oder wenigstens nennt man sie gut, um sie vor sich selbst zu rechtfertigen. Und vor wem auch sonst, wenn man denkt, ein Gott zu sein?

Die Strafe folgt auf den Fuß. Rauswurf aus dem Paradies. Und die andere Drohung? Was ist mit „An dem Tage, an dem du von dem Baum isst, muss du sterben!“? Eva gebiert Kain und danach Abel. Kain wird Ackermann, Abel Schäfer. Beide opfern Gott ihre Gaben. Das Opfer von Abel gefällt Gott. Das von Kain nicht. Kain ist eifersüchtig und denkt Eifersucht ist ein guter Grund, seinen Bruder umzubringen. Wieder also steht ein Mensch vor der Wahl. Wieder muss er selbst über Gut und Böse entscheiden. Und am Ende muss dafür Abel, sein eigener Bruder, sterben. Nicht durch Gott ist der Tod in die Welt gekommen, sondern durch die todbringenden Entscheidungen des Menschen.

Gott muss darauf reagieren. Den Menschen von seinem Todeskurs abbringen. Er tut es, indem er zwei steinerne Tafeln mit Gesetzen vollschreibt. Eine Art moralisches Navigationsgerät. Orientierungshilfe für die Orientierungslosen. Danach handeln heißt, nach Leben zu streben. Es brechen heißt, mit dem Leben zu brechen. „An diesem Tag sollst du sterben!“ An diesem Tag begibst du dich auf dem Weg ins Verderben. Geh ihn zuende und du bist tot!

„Von allen Bäumen darfst du essen“! Also auch vom Baum des Lebens. Hätten Adam und Eva doch nur davon gegessen. Vom Baum des Lebens. Vom Baum des ewigen Lebens. „Das ist aber das ewige Leben, dass sie mich und den Vater erkennen!“ Adam erkennt Eva und sie werden eins. Gott erkennt den Menschen und sie werden eins. Gott in uns. Serienmäßig mit Navigationsgerät ausgestattet. Kein Gesetz mehr, nach dem man sich richten muss. Kein Gesetz mehr, von dem man gerichtet wird. Stattdessen Leben im Einklang mit Gott. Verbogenes Leben, das von Gott wieder gerade gerichtet wird.

Als Erstes kommt Gott. Das stimmt. Und ist doch so falsch. Denn auch als Letztes kommt Gott. Und in der Mitte auch. Es gibt nichts außerhalb von Gott. Es gibt keine Entscheidung, die Gott nicht betrifft. Nicht zwischen Gut oder Böse entscheiden wir uns, sondern für oder gegen Gott. „Was ihr einem dieser Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan!“

Sagt man einem Kind „Geh bloß nicht in die Küche!“, geht er dorhin als Erstes. Sagt Gott dem Menschen „Iss bloß nicht vom Baum der Erkenntns“, hat er den Apfel schon im Mund. Rebellion als Lebensstil. Selbst wenn es einem das Leben kostet. „Ich elender Mensch, wer wird mich erretten von diesem todverfallenen Leib?“ Der Baum des Leben ist verriegelt. Doch irgendwer hat seine Äste geschnitten und daraus ein Kreuz geformt.

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