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Die Chicago-Erkärung von 1978 zur Irrtumslosigkeit der Bibel

By Chrblocom / 24. September 2013

By Theolunke

gutenbergbibel
Die Artikel des “Bekennens” und “Verwerfens” der Chicago Erklärung von 1978 – bei dieser Konferenz wurden Grundsatzerklärungen zum evangelikalen Schriftverständnis formuliert. Eine (meiner Meinung nach) gute Diskussionsgrundlage über die Bibel! Werde in den nächsten 1-2 Tagen dazu noch ein paar Gedanken veröffentlichen … für´s erste nur mal die “Thesen” von denen ich durchaus ausgehe …
Artikel I

Wir bekennen, daß die Heilige Schrift als das autoritative Wort Gottes anzunehmen ist.

Wir verwerfen die Auffassung, daß die Schrift ihre Autorität von der Kirche, der Tradition oder irgendeiner anderen menschlichen Quelle erhielte.

Artikel II

Wir bekennen, daß die Schrift die höchste schriftliche Norm ist, durch die Gott das Gewissen bindet und daß die Autorität der Kirche derjenigen der Schrift untergeordnet ist.

Wir verwerfen die Auffassung, daß kirchliche Bekenntnisse, Konzilien oder Erklärungen eine höhere oder gleichrangige Autorität gegenüber der Autorität der Bibel hätten.

Artikel III

Wir bekennen, daß das geschriebene Wort in seiner Gesamtheit von Gott gegebene Offenbarung ist.

Wir verwerfen die Auffassung, daß die Bibel lediglich ein Zeugnis von der Offenbarung sei oder nur durch die Begegnung mit ihr Offenbarung werde oder daß sie in ihrer Gültigkeit von einer Antwort des Menschen abhängig sei.

Artikel IV

Wir bekennen, daß Gott, der die Menschheit in seinem Bild geschaffen hat, die Sprache als Mittel seiner Offenbarung benutzt hat.
Wir verwerfen die Auffassung, daß die menschliche Sprache durch unsere Kreatürlichkeit so begrenzt sei, daß sie als Träger göttlicher Offenbarung ungeeignet sei. Wir verwerfen ferner die Auffassung, daß die Verdorbenheit der menschlichen Kultur und Sprache durch Sünde Gottes Werk der Inspiration vereitelt habe.

Artikel V

Wir bekennen, daß Gottes Offenbarung in der Heiligen Schrift eine fortschreitende Offenbarung war.

Wir verwerfen die Auffassung, daß eine spätere Offenbarung, die eine frühere Offenbarung erfüllen mag, diese jemals korrigiere oder ihr widerspräche. Wir verwerfen ferner die Auffassung, daß irgendeine normative Offenbarung seit dem Abschluß des neutestamentlichen Kanons gegeben worden sei.

Artikel VI

Wir bekennen, daß die Schrift als Ganzes und alle ihre Teile bis zu den Worten des Urtextes von Gott durch göttliche Inspiration gegeben wurden.

Wir verwerfen die Auffassung, daß die Inspiration der Schrift in ihrer Ganzheit ohne ihre Teile oder in einigen Teilen ohne ihre Ganzheit recht bekannt werden könne.

Artikel VII

Wir bekennen, daß die Inspiration jenes Werk war, in dem Gott uns durch seinen Geist durch menschliche Schreiber sein Wort gab. Der Ursprung der Schrift ist Gott selbst. Die Art und Weise der göttlichen Inspiration bleibt zum größten Teil ein Geheimnis für uns.

Wir verwerfen die Auffassung, daß Inspiration auf menschliche Einsicht oder einen höheren Bewußtseinszustand irgendeiner Art reduziert werden könne.

Artikel VIII

Wir bekennen, daß Gott in seinem Werk der Inspiration die charakteristischen Persönlichkeiten und literarischen Stile der Schreiber, die er ausgewählt und zugerüstet hatte, benutzte.

Wir verwerfen die Auffassung, daß Gott die Persönlichkeit dieser Schreiber ausgeschaltet habe, als er sie dazu veranlaßte, genau die Worte zu gebrauchen, die er ausgewählt hatte.

Artikel IX

Wir bekennen, daß die Inspiration zwar keine Allwissenheit verlieh, aber wahre und zuverlässige Aussagen über alle Dinge, über welche die biblischen Autoren auf Gottes Veranlassung hin sprachen und schrieben, garantierte.

Wir verwerfen die Auffassung, daß die Begrenztheit oder das Gefallensein dieser Schreiber notwendigerweise oder auf andere Weise Verzerrungen oder Fehler in Gottes Wort eingeführt habe.

Artikel X

Wir bekennen, daß die Inspiration streng genommen nur auf den autographischen Text der Schrift zutrifft, der aber durch die Vorsehung Gottes anhand der zur Verfügung stehenden Handschriften mit großer Genauigkeit ermittelt werden kann. Wir bekennen ferner, daß Abschriften und Übersetzungen der Schrift soweit Gottes Wort sind, als sie das Original getreu wiedergeben.

Wir verwerfen die Auffassung, daß irgendein wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens von dem Fehlen von Autographen betroffen sei. Wir verwerfen ferner die Ansicht, daß ihr Fehlen die Verteidigung der biblischen Irrtumslosigkeit nichtig oder unerheblich mache.

Artikel XI

Wir bekennen, daß die Schrift unfehlbar ist, da sie durch göttliche Inspiration vermittelt wurde, so daß sie, da sie weit davon entfernt ist, uns irrezuführen, wahr und zuverlässig in allen von ihr angesprochenen Fragen ist.

Wir verwerfen die Auffassung, daß es möglich sei, daß die Bibel zur gleichen Zeit unfehlbar ist und sich in ihren Aussagen irrt. Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit dürfen unterschieden, nicht aber voneinander getrennt werden.

Artikel XII

Wir bekennen, daß die Schrift in ihrer Gesamtheit irrtumslos und damit frei von Fehlern, Fälschungen oder Täuschungen ist.

Wir verwerfen die Auffassung, daß sich die biblische Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit auf geistliche, religiöse oder die Erlösung betreffende Themen beschränke und Aussagen im Bereich der Geschichte und Naturwissenschaft davon ausgenommen seien. Wir verwerfen ferner die Ansicht, daß wissenschaftliche Hypothesen über die Erdgeschichte mit Recht dazu benutzt werden dürften, die Lehre der Schrift über Schöpfung und Sintflut umzustoßen.

Artikel XIII

Wir bekennen, daß es angemessen ist, Irrtumslosigkeit als theologischen Begriff für die vollständige Zuverlässigkeit der Schrift zu gebrauchen.

Wir verwerfen die Auffassung, daß es angemessen sei, die Schrift anhand von Maßstäben für Wahrheit und Irrtum zu messen, die ihrem Gebrauch und ihrem Zweck fremd sind. Wir verwerfen ferner, daß die Irrtumslosigkeit von biblischen Phänomenen wie dem Fehlen moderner technischer Präzision, Unregelmäßigkeiten der Grammatik oder der Orthographie, Beschreibung der Natur nach der Beobachtung, Berichte über Unwahrheiten, dem Gebrauch von Übertreibungen oder gerundeten Zahlen, thematischer Anordnung des Stoffes, unterschiedlicher Auswahl des Materials in Parallelberichten oder der Verwendung freier Zitate in Frage gestellt werde.

Artikel XIV

Wir bekennen die Einheit und innere Übereinstimmung der Schrift.

Wir verwerfen die Auffassung, daß angebliche Fehler und Widersprüche, die bis jetzt noch nicht gelöst wurden, den Wahrheitsanspruch der Bibel hinfällig machen würden.

Artikel XV

Wir bekennen, daß die Lehre von der Irrtumslosigkeit in der Lehre der Bibel über die Inspiration gegründet ist.

Wir verwerfen die Auffassung, daß man die Lehre Jesu über die Schrift mit dem Hinweis auf eine Anpassung [an die Hörer] oder auf irgendeine natürliche Begrenztheit seines Menschseins abtun könne.

Artikel XVI

Wir bekennen, daß die Lehre von der Irrtumslosigkeit ein integraler Bestandteil des Glaubens der Kirche in ihrer Geschichte war.

Wir verwerfen die Auffassung, daß die Irrtumslosigkeit eine Lehre sei, die der scholastische Protestantismus erfand oder eine reaktionäre Position sei, die als Reaktion auf die negative Bibelkritik postuliert wurde.

Artikel XVII

Wir bekennen, daß der Heilige Geist Zeugnis für die Schrift ablegt und den Gläubigen die Zuverlässigkeit des geschriebenen Wort Gottes versichert.

Wir verwerfen die Auffassung, daß dieses Zeugnis des Heiligen Geistes von der Schrift isoliert sei oder gegen die Schrift wirke.

Artikel XVIII

Wir bekennen, daß der Text der Schrift durch grammatisch-historische Exegese auszulegen ist, die die literarischen Formen und Wendungen berücksichtigt, und daß die Schrift die Schrift auslegt.

Wir verwerfen die Berechtigung jeder Behandlung des Textes und jeder Suche nach hinter dem Text liegenden Quellen, die dazu führen, daß seine Lehren relativiert, für ungeschichtlich gehalten oder verworfen oder seine Angaben zur Autorschaft abgelehnt werden.

Artikel XIX

Wir bekennen, daß ein Bekenntnis der völligen Autorität, Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit der Schrift für ein gesundes Verständnis des ganzen christlichen Glaubens lebenswichtig ist. Wir bekennen ferner, daß solch ein Bekenntnis dazu führen sollte, daß wir dem Bild Christi immer ähnlicher werden.

Wir verwerfen die Auffassung, daß ein solches Bekenntnis zum Heil notwendig sei. Wir verwerfen jedoch darüber hinaus auch die Auffassung, daß die Irrtumslosigkeit ohne schwerwiegende Konsequenzen, sowohl für den einzelnen, als auch für die Kirche, verworfen werden könne.

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