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Elevator Pitch

By Chrblocom / 4. April 2014

By De Benny Rolf hat ein lustiges Spiel angefangen. Es geht darum, einen Elevator-Pitch für das Evangelium zu verfassen. Was genau das ist, kann man in seinem Artikel nachlesen. Grob geht es darum, in 30 Sekunden bzw 90 Wörtern das Evangelium zu erklären.
Einfach ist das sicher nicht, zumal es durchaus strittig sein dürfte, was genau das Evangelium beinhaltet. Womöglich würden viele Menschen der Zusammenfassung “Gott liebt Dich” zustimmen, allerdings so platt formuliert, daß man darunter auch alles mögliche verstehen kann: Es wird also zur Projektionsfläche für eigene Wünsche und Vorstellungen, und sagt letztlich nicht nur alles mögliche, sondern nichts aus.
Es scheint also eine Notwendigkeit zu geben, irgendwie die Heilsgeschichte noch mit rein zu bringen, was natürlich Zeit kostet und noch viel mehr Fragen aufwirft als es beantwortet. Und so käme man dann Schritt für Schritt zu nem dogmatischen Entwurf, aber der ist dann lang und kompliziert und eben nicht mehr auf 30 Sekunden oder 90 Wörter begrenzt.
Thomas Jakob hat es anders versucht und den Elevator-Pitch als Werbetext formuliert. Das ist ihm wunderbar gelungen, allerdings stellt sich mir wie auch Karl Heinz die Frage, wo der Inhalt bleibt. Denn Thomas bewirbt das Evangelium wunderbar, sagt aber auch nicht, was genau es ist, selbst wenn er Bibelverse verarbeitet hat, wie er betont.
Allerdings hat auch der darauffolgende Versuch von Karl Heinz seine Schwäche, nämlich daß er dem Menschen unterstellt, sich in einer bestimmten Situation zu befinden. Wer sagt denn, daß das Leben des Angesprochenen mühsam und stressig ist? Außerdem bin ich etwas skeptisch wenn es heißt, man müßte “nur einen Knopf drücken”. Das ist mir zu positiv ausgedrückt, negiert die Möglichkeit der Mühsal, die auch dem Gläubigen begegnen können. Manchmal fühlen sich Gläubige beschissener als Ungläubige, und das ist dann halt so.
Zusammenfassend würde ich sagen, daß so ein Pitch also Inhalt bringen muß, aber nicht von einer Situation ausgehen darf, die vielleicht gar nicht vorliegt (oder zumindest nicht so wahrgenommen wird), er darf sich nicht in Details verheddern und sollte dennoch auch die Realität abbilden, und eben nicht vereifachen von wegen ein Knopf drücken und alles ist gut.
Ein erster Gedanke führt mich dahin, auf die Wirkungen des Evangeliums in der Welt hinzuweisen: Einsatz für Arme und Entrechtete, Gerechtigkeit und Frieden. Jedoch würde das einerseits ausblenden, was an Gräultaten im Namen des Evangeliums getan wurde, außerdem würde es eben auch nicht den Inhalt darstellen.
Und ich stelle mir die Frage: Was ist überhaupt Sinn und Ziel so eines Pitches? Information über das “Produkt”? Das ginge vielleicht noch, wenn es aber Werbung sein soll, so daß man angeregt wird, das “Produkt” zu kaufen, dann muß es in die Hose gehen, wird doch der Glaube durch Gott geschenkt.
Ich kann also voraussetzen, daß der Angesprochene entweder glaubt, oder daß er mich eh nicht ganz verstehen wird, weil er eben nicht glaubt. Ich kann also dem Ungläubigen das Evangelium so darstellen, wie es sich für Christen darstellt und auswirkt. Und wenn der Angesprochene ein Christ ist, wird er mich verstehen und mir zustimmen – im Idealfall.
Wohlan, ans Werk:
Das Evangelium besagt, daß Gott uns liebt, daß nichts und niemand uns von dieser Liebe trennen kann. Und wenn Gott für uns ist, wer sollte gegen uns sein?
Uns geht es nicht besser als anderen Menschen: Wir kämpfen mit Rückschlägen, Leid und der eigenen Unzulänglichkeit.
Das Evangelium gibt uns die Kraft, immer wieder aufzustehen, denn es gibt uns Hoffnung: Gott liebt uns, also wird Er uns auch jetzt helfen.
Vielleicht verzweifeln wir weniger oder engagieren uns mehr für andere. Aber sicher würden wir das Evangelium gegen nichts in der Welt eintauschen wollen.
Das wäre mein Versuch. Mit dem Ende bin ich noch nicht ganz zufrieden. Mir geht es darum, das pro me auszudrücken, daß der Glaube an das Evangelium mir das Leben lebenswerter macht, daß es womöglich auch Effekte gibt, die sich in der Welt zeigen (die Früchte des Geistes), aber ich will diese hier bewußt in der Möglichkeitsform halten, um nicht so verstanden zu werden, daß Christen bessere Menschen seien. Denn wie sich die Früchte zeigen, ist je verschieden und muß, wenn man eine Bewertungsskala einführen wollte, um holier than thou zu spielen, nicht zu einem Vorteil der Christen vor den Nichtchristen führen. Glaube ist schließlich kein Wettbewerb!

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von: De Benny

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