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Gott ist Licht und ich ein Glas: Wie man herausfindet, was in einem steckt

By Chrblocom / 25. September 2013

Das Beispiel stammt von Erich Fromm: Ein blaues Glas ist deshalb blau, weil es alle anderen Farben absorbiert, während blau die einzige Farbe ist, die es nicht in sich behält. Das also, was dem Glas seinen typischen Charakter verleiht, ist nicht das, was es besitzt, sondern gerade das, was es hergibt. Und so ähnlich ist das wohl auch mit dem Menschen: Nicht das, was er an sich reißt, bestimmt, was er ist, sondern das, was er loslässt. Zum Beispiel Liebe: Ich kann Liebe an mich reißen, aber zu einer Wesensart wird Liebe erst, wenn ich sie abgebe. Oder Wissen: Ich kann Wissen ansammeln, aber weise bin ich erst, wenn ich das Wissen einsetze. Oder auch Glaube: Ich kann zwar Glauben in mir haben, aber erst, wenn ich den Glauben aufs Spiel setze, kann ich wirklich glauben – so wie Petrus, der, um auf dem Wasser zu gehen, erst einmal den Schritt ins Wasser wagen musste.

Woher weiß aber nun das Glas, welche Farbe es loslassen muss, um das zu sein, was es ist? Bzw. wie findet das Glas heraus, welche Farbe die Seine ist? Natürlich nur, indem es sich ins Licht stellt und so das Licht, welches an der typischen Oberflächenstruktur des Glases bricht, seine tatsächliche Farbe zum Vorschein bringt. Analog dazu gilt für den Menschen: Wenn Gott, wie es im Johannesbrief heißt, Licht ist, dann findet auch der Mensch sein wahres Selbst nur dadurch, indem er sich Gott aussetzt. Was dann aber passiert, passiert ganz automatisch: Das wahre Selbst wird freigesetzt, um nach außen, hinaus in die Welt, zu scheinen.

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