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Himmlische Tarifordnung

By noreply@blogger.com (Pfr. Frank Vornheder) Gestern Abend kam ein lieber Freund direkt von der Arbeit zu unserem gemeinsamen Treffen. Braungebrannt, mit Strohhut und Sonnbrille, dabei bestens ausgeruht sass er bei uns. So wie er sagte, hatte er halt heute nicht so viel zu tun gehabt … Alle anderen Anwesenden waren doch einigermassen erstaunt. Was für eine komische Arbeit hat unser lieber Freund denn da für die Finanzierung seines Studiums …gefunden? Ist man denn nicht eigentlich nach der Arbeit erschöpft, durchgeschwitzt und benötigt Erholung? Also fragten wir nach. Er habe eine Anstellung bei einem Bootsvermieter am See gefunden. Nun hockt er den ganzen Tag am See und wartet ob wohl jemand kommt und ein Boot mieten möchte. Wenn dann halt keiner kommt der solchen Wunsch hat, hat man Zeit für ein gutes Buch oder ein Sonnebad.Was für ein toller Job. Im Liegestuhl am See und dafür noch bezahlt werden. Ich glaube an dem Abend waren alle ein wenig neidisch auf unseren jungen Freund. Später, in der Nacht beim Einschlafen kam mir die Geschichte nochmals in den Sinn. Der Gedanke lies mich nicht los: Verhält es sich mit der „Arbeit im Weinberg Gottes“ möglicherweise ähnlich? Könnte es sein, dass es bei unserem Weingärtner, dem Vater im Himmel, gar keinen Leistungslohn gibt, sondern einen Anwesenheitslohn? Und könnte es sein das unsere „Arbeit“ im Reich Gottes einfach daraus besteht „parat zu sein“ wenn man gebraucht wird? Ja, so in etwa muss es doch sein. Wir können den himmlischen Vater nicht beeindrucken mit Werken, die wir aus dem „Fleisch“, also aus unserer Kraft, Intelligenz und Leistungswillen produzieren. Um es in einem Beispiel zu beschreiben: Ich glaube nicht, dass wir den himmlischen Vater damit beeindrucken können, wenn wir uns den ganzen Tag an den Zebrastreifen der Hauptstrasse stellen um jeden Bedürftigen herüber zu helfen den wir sehen. Damit wir dann am Ende des Tages vor Gott stehen können und stolz erklären können: „Schau mal Gott was ich Grosses für dich getan habe! Ich konnte heute 4 alte Ladys über die Strasse helfen“. Warum können wir Gott damit nicht beeindrucken? Weil wir es aus dem Fleisch gemacht hätten. Wir hätten es ohne Gott, ohne seine Leitung, ohne seine Gegenwart gemacht. Das Ergebnis wäre gewesen, das wir uns vor Gott etwas rühmen könnten. Weil wir selber aus uns heraus gute Werke vollbracht hätten, könnten wir stolz auf uns sein. Wir haben es vollbracht. Nein, dass ist es nicht ! Die Werke des Geistes sehen anders aus. Zum Beispiel: „Mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit sehe ich eine alte Lady am Strassenrand stehen. Sie muss schon seit einiger Zeit versuchen über die Strasse zu kommen. Ich stelle das Fahrrad am Seitenrand auf den Ständer, und helfe der Lady über die Strasse“. Warum ist dieses jetzt ein Werk des Geistes? Weil Gott uns die Gelegenheiten „seine Werke zu tun“ über den Weg schickt. Sie kommen einfach so. Ungeplant. Sie laufen uns förmlich über den Weg, so dass wir nur noch reagieren müssen. Wir brauchen sie nicht zu suchen, und uns auch nicht nach ihnen ausstrecken. Sie geschehen einfach. Wir müssen nur noch reagi, sie tun, und nachher „danke das du mich gebraucht hast“ sagen. An solchen Werken wird niemand stolz, sondern eher demütig: „Danke Herr das du mir die Gelegenheit gegeben hast!“ Wie mein junger Freund mit seinen kleinen Booten am See, warten wir auf die Gelegenheiten, die sich bieten. Und sie kommen. Manchmal sind es aber auch nicht die Gelegenheiten, sondern die Impulse. Das man plötzlich weiss: Ich muss diese Person jetzt anrufen. Oder ich muss diese Person jetzt besuchen gehen, oder oder oder. Der Heilige Geist in uns gibt uns Gelegenheiten, und gibt uns Impulse seine Werke zu tun. Auf diese Weise unterscheidet das neue Testament die Werke des Geistes, und die Werke des Fleisches. Oder anders ausgedrückt: Zwischen toten Werken und guten Werken. Solche Werke des Geistes zu vollbringen ist kein KEIN Schuften für Gott, sondern ein unverkrampftes „Gelegenheiten nutzen“. Als ich so spät Abends im Bett liege und darüber nachdenke kommt mir in den Sinn, dass es deswegen wahrscheinlich bei Gott keinen Leistungslohn gibt, auch wenn die Arbeiter im Weinberg sich darüber aufgeregt haben. Sie wollten etwas leisten und für ihre Leistung bezahlt werden. Aber der himmlische Weingärtner gibt ihnen allen des gleichen Lohn. Weil bei dem himmlischen Vater das dabei sein zählt, und nicht das krampfen. Was zählt ist das parat sein für die Gelegenheiten und dem Nachgehen der Impulse. Darum erhalten alle Arbeiter im Weinberg den gleichen Lohn. Es ist kein Leistungslohn, Stücklohn, oder Stundenlohn. Sondern ein Lohn für das „parat sein für die Gelegenheiten“ wie mein Freund am See. Und so bekommen alle am Ende den gleichen Lohn. Verdientermassen ! Alle Beiträge, auch Ältere, erhalten Sie unter: www.land-der-ruhe.blogspot.chDieser Beitrag von Pfr. Frank Vornheder ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz. Über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können Sie unter http://land-der-ruhe.blogspot.ch erhalten.

von: Land der Ruhe

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