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Hinhören und einfach mal Fresse halten!

By Chrblocom / 22. Februar 2014

Hinhören und einfach mal Fresse halten!

Es passiert regelmäßig und irgendwann muss man sich halt auch mal Luft machen. Also los, frei von der Leber weg: Ich hasse es, wenn Leute nicht zuhören können! Wobei, nicht zuhören geht noch, da weiß man wenigstens, wo man dran ist. Aber wenn Leute das, was ich sage, missbrauchen, um das loszuwerden, was sie sagen wollen, wobei mich das, was sie meinen, zu sagen zu haben, so gar nicht interessiert, dann geht mir das schon gewaltig auf die Dinger, von denen in einem „christlichen Blog“ eigentlich keine Rede sein sollte.
Fang ich also ein Gespräch an mit „Gestern ist mir was ganz Verrücktes passiert!“ und will nun mit einer wirklich interessanten Geschichte fortfahren, dann nutzen diese böse Menschen die kleinste Atempause, um an meinen eigentlich sehr vielversprechenden Gesprächseinstieg eine meist total belanglose Banalität anzuhängen, so von wegen, „Ach gestern, ja, da gings bei mir auch drunter und drüber. Erst einkaufen. Und dann war bei Jibi der Thunfisch aus. Wo wir doch Thunfischpizza machen wollten. Und dann musste ich durch die halbe Stadt. Totales Verkehrschaos. Aber die Pizza war lecker!“ Bla Bla Bla. Nach 5 Sekunden höre ich schon meistens nicht mehr hin und nicke nur noch höflich. Wobei mir genau das dann auch noch zum Verhängnis wird, weil ich damit, wohl erzogen wie ich bin, permanent Signale aussende, man möge mich doch bitte weiter langweilen.
Der Gipfel der Unverfrorenheit ist es allerdings, wenn sich mein Gesprächspartner noch nicht einmal mehr die Mühe gibt, nach einem Anknüpfungspunkt zu suchen, sondern schamlos einfach das raushaut, was er nun meint, mir unbedingt erzählen zu müssen. Damit das, was er sagt, in diesem Fall aber nicht gänzlich in der Luft schwebt, ist er meistens noch so schlau, seinen Satz mit „Apropos“ zu beginnen. Hat er diesen Joker aber erst einmal gezogen, ist das wie ein Freifahrtschein, das Gespräch mit egal was fortsetzen zu dürfen, wobei sich das „egal was“ in der Regel auf seine langweiligen Alltagsgeschichten beschränkt.
Ich fang also wieder vielversprechend an mit „Gestern ist mir was ganz Verrücktes passiert!“ Und er ergänzt: „Apropos. Heute muss ich noch zum Frisör, dann die Wäsche aufhängen und dann wollt` ich auch mal wieder früh ins Bett.“ Und auch hier werde ich wieder Opfer meiner guten Erziehung, denn statt auf dem Absatz Kehrt zu machen, frag ich meistens noch blöd nach, so von wegen: „Ach zum Frisör. Wo gehst du denn da hin?“ Und schon ist mein Thema auf immer verloren und wir reden über Dinge, über die es sich in Anbetracht einer kurzen Lebensspanne von durchschnittlich 80 Jahren eigentlich nicht zu reden lohnt.
Warum erwähne ich das alles in einem „christlichen Blog“ und wie krieg ich jetzt die Kurve? Nun ganz einfach: Hätte Jesus angefangen mit „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ und seine Jungs hätten geantwortet: Apropos Leben, lass uns mal was essen gehen!“, ich befürchte seine Botschaft wäre gnadenlos untergegangen und nicht die Bibel wäre ein Renner geworden, sondern meinetwegen Petrus` „Rezeptsammlung geschmackvoller Fischgerichte“.

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