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Im Schatten von Barmen 2: Vorgeschichte zum Altonaer Bekenntnis

By Chrblocom / 16. Februar 2014

Im Schatten von Barmen 2: Vorgeschichte zum Altonaer Bekenntnis

By Nordlicht Das Jahr 1931/32: Kirchenvertrag, Kirchenwahlen und die Folgen
Am 13.6.1931 wird „Der Vertrag der Evangelischen Landeskirchen mit dem Freistaat Preußen“ und der nötige Gesetzesentwurf im Preußischen Landtag mit 201:56 Stimmen und 105 Enthaltungen angenommen[1]. Er soll das Verhältnis von Staat und Kirche neu regeln. Der Abschluss dieses Vertrages führt dazu, dass sich der märkische Gauleiter Wilhelm Kube entschließt, die Altpreußische Union politisch zu übernehmen. Bei den anstehenden Neuwahlen ihrer Gemeindevertretung vom 12.-14.11.1932 will Kube „eigene nationalsozialistische Listen“ aufstellen, um so „die Kirche in unsere Hände [der Nationalsozialisten] zu bekommen“[2]. Im Dezember 1931 sind Bedenken seitens der NSDAP und andere Widerstände überwunden[3], wie ein Brief von NSDAP-Reichsor-ganisationsleiter Straßer an Kube zeigt[4]. Es beginnt der offizielle Gründungsprozess der Gruppe, die die kirchenpolitische Auseinandersetzung der nächsten Jahren unter dem Namen „Deutsche Christen“ mitbestimmt. Er findet am 6.6.1932 seinen Abschluss mit der Bekanntgabe der „Richtlinien der Glaubensbewegung ‚Deutsche Christen‘“ und ihrer damit offiziell erfolgten Gründung[5].
Im Rahmen dieser Arbeit kann angesichts des Umfanges der angekündigten Bekenntnisse nicht auf einzelne Bekenntnisse der Deutschen Christen eingegangen werden, deshalb werden nur kurz die Inhalte genannt, die die Auseinandersetzung der nächsten Jahre prägen. Ein wichtiges Ziel ist die Umformung des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes zu einer Evangelischen Reichskirche[6], deren Zukunft sie im Nationalsozialismus sehen. Die Verbundenheit mit dem Nationalsozialismus zeigt sich besonders in ihrem pro-grammatischen Antisemitismus[7]. Auch ihre Ansichten zu Rasse, Volkstum und Nation[8] bestimmen die Auseinandersetzung der folgenden Jahre, sind jedoch nicht nur bei ihnen verbreitet.

[1] KJB 1931, S. 54.

[2] Scholder, S. 251.

[3] Zum Ablauf dieser Auseinandersetzungen vgl. Scholder S. 251 ff.

[4] „Ich bestätige den Erhalt Ihres Briefes vom 9. d. M. und bin mit Ihnen der Meinung, dass wir auf jeden Fall versuchen müssen, in die evangelischen Kirchenwahlen gemäß der Größe und Stärke der Partei einzugreifen“[4]. Scholder, S. 255.

[5] Zum genauen Ablauf vgl. Scholder, S. 255-262.

[6] „Wir kämpfen für einen Zusammenschluss der im „Deutschen Evangelischen Kirchenbund“ zusammengefassten 29 Kirchen zu einer Evangelischen Reichskirche“, Schmidt I, S. 135.

[7] „In der Judenmission sehen wir eine schwere Gefahr für unser Volkstum. Sie ist das Eingangstor fremden Blutes in unseren Volkskörper. Sie hat neben der Äußeren Mission keine Daseinsberechtigung. Wir lehnen die Judenmission in Deutschland ab, solange die Juden das Staatsbürgerrecht besitzen und damit die Gefahr der Rassenverschleierung und Bastardierung besteht. Die Heilige Schrift weiß auch etwas zu sagen von heiligem Zorn und versagender Liebe. Insbesondere ist die Eheschließung zwischen Deutschen und Juden zu verbieten.” Ebd.

[8] „Wir sehen in Rasse, Volkstum und Nation uns von Gott geschenkte und anvertraute Lebensordnungen, für deren Erhaltung zu sorgen uns Gottes Gesetz ist. Daher ist der Rassenvermischung entgegenzutreten.“ Ebd.

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