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Kann man Gott gleichzeitig lieben und fürchten?

By Chrblocom / 9. November 2013

Johannes schreibt in seinen Briefen:

„Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe“.

Dagegen steht in Mose und anderswo:

„Den Herrn deinen Gott sollst du fürchten!“

Wie nun? Soll man Gott fürchten oder Gott lieben? Oder schließt sich das gegenseitig gar nicht aus und man muss Furcht irgendwie anders verstehen?

Vielleicht hilft dieses Beispiel: Angenommen Mann und Frau gehen eine Partnerschaft ein und die Frau sagt zum Mann: „Wenn du mir fremdgehst, sind wir geschiedene Leute!“, dann hat der Mann durchaus Grund, sich zu fürchten. Aber er fürchtet sich nicht vor seiner Frau, sondern ganz im Gegenteil, weil er seine Frau liebt, fürchtet er sich davor, sie zu verlieren.

Übertragen ist es demnach nicht Gottes Anwesenheit, die man fürchten muss, sondern es ist Gottes Abwesenheit. D.h. ein Mensch, der Gott wirklich liebt, weiß, dass sich ein Leben ohne ihn leer und sinnlos anfühlt, weswegen er Angst davor hat, etwas zu tun, wodurch er die Beziehung aufs Spiel setzt.

Um das aber klarzustellen, im Beispiel ist es nicht so, dass die Frau den Mann verlässt, sondern vielmehr verlässt der Mann, indem er fremdgeht, die Frau. Die Aussage „Wenn du mir fremdgehst, sind wie geschiedene Leute!“ ist damit keine Drohung, sondern lediglich eine Feststellung, wie sich Fremdgehen auf die Beziehung auswirken würde.

Und ebenso ist es auch nicht Gott, der den Menschen verlässt, sondern es ist der Mensch, der Gott verlässt, indem er Dinge tut, die man unmöglich in unmittelbarer Nähe eines heiligen Gottes tun kann. Im wahrsten Sinne des Wortes geht der Mensch also Gott fremd, wobei das Erstaunliche ist: Gott bleibt nicht, wo er ist, sondern es geht sich selbst fremd, um dem Menschen in der Fremde beizustehen und ihn wieder zurück nach Hause zu holen.

„Seht auf Jesus: Obwohl er in göttlicher Gestalt war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, Gott gleich zu sein. Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich: Er nahm menschliche Gestalt an und wurde wie jeder andere Mensch geboren. Er erniedrigte sich selbst und war Gott gehorsam bis zum Tod.“ (Philipper 2,5f.)

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