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Ms. Erfolg im Interview

By Chrblocom / 23. September 2013

By Burnin‘ Heart Reports

via FacebookSie existieren erst gute 8 Monate und haben schon mehrere Bandwettbewerbe mit guten bis sehr guten Platzierungen abgeschlossen. Die Rede ist von der Band Ms. Erfolg, bestehend aus Elli (Gesang, Instrumentierung), Mario (Bass) und den beiden Brüdern Christopher (Cajon) und Ramón (Gitarre, Gesang). Ihren Musikstil bezeichnen sie selbst als Flow’n’Roll.

Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit ihnen über ihre Musik und ihren Glauben gesprochen.

Wer ist Ms. Erfolg? Stellt euch doch mal vor.
Ramón: Ich bin Ramón, 24 Jahre alt und Student. Ich wohne in Leipzig, studiere aber in Chemnitz Soziologie. Bei Ms. Erfolg bin ich der Gitarrist und Sänger.
Elli: Ich bin die Elli, bin 19 und studiere in Leipzig Lehramt für Französisch und Italienisch. Ich spiele in der Band Querflöte und singe und manchmal spiele ich auch Ukulele oder Shaker.
Mario: Ich bin der Mario und spiele bei Ms. Erfolg sehr leidenschaftlich und gern Bass. Ich bin alt. Und beruflich bin ich Student der Psychologie und wohne auch noch in Leipzig.
Christopher: Christopher, 29 Jahre alt, studiere auch in Leipzig Lehramt für Gymnasium, Mathematik und Französisch und spiele Cajon bei Ms. Erfolg.
Ramón: Du singst auch.
Christopher: Ja, teilweise.

Was verbirgt sich hinter eurem Namen? Wie seid ihr darauf gekommen?
Ramón: Das ist eine schwierige Frage. Die Sache ist: Wir haben sehr lange nach einem Bandnamen gesucht. Was heißt sehr lange, ich glaube es gibt Bands, die jahrelang nach einem Namen suchen.
Christopher: Die haben dann aber auch einen guten!
Elli: Nein, die heißen dann zum Beispiel „Band ohne Namen“.
Ramón: Jedenfalls haben wir ein paar Monate gesucht, kamen aber auf nichts Richtiges. Es war schwierig, wir hatten irgendwie 10-20 Vorschläge und irgendwann hat dann Christopher halt gemeint: „Wie wäre es mit Ms. Erfolg?“, so aus Spaß heraus und dann haben wir gesagt, dass man das überlegen könnte. Drei aus der Band waren dann dafür und da wir das meist demokratisch entscheiden, …
Elli: Außer wenn ich dagegen bin. (lacht)
Ramón: … wurde der Bandname gewählt. Also es gibt 80% Zufriedenheit damit.
Christopher: Was man vielleicht noch dazu sagen kann, was dahinter steckt: Wir machen allgemein gern Wortspiele.
Ramón: Genau. Miss Erfolg. Man muss es manchmal aussprechen, um es zu verstehen. Viele haben es nur gelesen und haben es nicht richtig verstanden.

Ihr habt im Mai an einem Bandcontest teilgenommen und den 2. Platz belegt. Hat sich seitdem etwas für euch geändert?
Ramón: Also einerseits hat sich für uns geändert, dass wir eine neue Band kennengelernt haben, SkarabaZZ, die dort gewonnen hat und mit der wir wahrscheinlich auch noch irgendwann im Herbst ein Konzert zusammen spielen werden. Die waren sehr sympathisch. Andererseits war es auch einfach eine sehr gute Erfahrung, mal in der Moritzbastei in Leipzig zu spielen. Das ist einer der größten Clubnamen in Leipzig und wir durften dort unseren ersten richtigen Auftritt spielen, zu dem wir auch eingeladen wurden. Das war so eine Art Feuertaufe.
Elli: Ich glaube, wir sind auch ein bisschen selbstbewusster geworden. Dadurch fällt es einem jetzt einfacher das Publikum mitzureißen oder auch mal mehr auf der Bühne abzugehen, weil es mal ganz anders war als Straßenmusik oder wenn die Menschen vor einem sitzen.
Ramón: Wir haben da auch das erste Mal mit Technik gespielt, so mit Mikro und verstärkt und so. Das war auch eine interessante Erfahrung.

Ihr habt ja schon sehr viele eigene Songs. Wie entsteht so ein Song bei euch?
Christopher: Es kommt eine E-Mail und da ist ein neues Lied angehängt. (alle lachen)
Elli: Für die meisten von uns ist das so.
Ramón: Also die meisten Lieder habe tatsächlich ich geschrieben. Es ist so, dass ich zu Hause sitze und, wenn ich Zeit habe, auf der Gitarre rumspiele. Es gibt zwei Arten, wie Lieder entstehen. Meistens ist es so, dass ich eine schöne Melodie habe und dann den Text mache. Da weiß ich auch nie, worum es in dem Lied geht, das wird erst am Ende schlüssig. Oder ganz selten ist es so, wie zum Beispiel bei Funafuti in Tuvalu, dass ich ein Thema habe und dann denke: „Jetzt baust du da irgendwie ein Lied drum herum!“ Mittlerweile haben wir ab und zu auch Lieder, die ich mit meinen Kollegen zusammen schreibe, die dann sozusagen in Kooperation entstehen. Es ist eigentlich nicht so, dass wir sagen: „Wir brauchen jetzt unbedingt ein Lied und deshalb schreiben wir jetzt eins!“ Das war maximal bei „Schöner als Berlin“ so, weil es für die StuRakete – also den Bandwettbewerb – geschrieben wurde. Zumindest als ich die Intention hatte, dachte ich, dass es wirklich hammermäßig wäre, ein Leipzig-Lied für die StuRakete zu schreiben. Aber ansonsten ist es meistens eine Gefühlssache, ohne sich unter Druck zu setzen und eine Zeitfrage natürlich.
Elli: Wir haben auch letztens zusammen eins geschrieben, weil meine beste Freundin 18 geworden ist und jetzt wurden sozusagen die allerpersönlichsten Teile aus dem Lied durch etwas generellen Text ersetzt. Um genau zu sein eine Zeile.

Was wollt ihr mit eurer Musik erreichen? Habt ihr euch ein großes Ziel gesetzt?
Ramón: (lacht) Das ist gut, dass die Frage kommt. Kann das mal bitte Mario beantworten?
Mario: Ja, schon. Bandintern verfolgen wir alle ein gleiches Ziel …
Elli: Da haben wir noch nicht drüber geredet, ob wir ein gleiches Ziel haben!
Mario: Wir haben drüber geredet. Zumindest steht im Mittelpunkt, dass wir gerne Musik zusammen machen, weil Musik einfach ein großer Teil von unserem Leben ist und es ist einfach viel schöner, das zusammen zu machen. Und wir haben halt am Anfang Coverlieder gemacht, sind aber echt schnell davon abgerückt und haben jetzt eigene Lieder und das ist unser Ding und wir wollen natürlich auch schauen, wie es so ankommt und einfach mal ein paar Lieder schreiben. Das ist so der Kern, glaube ich.
Ramón: Also ich denke, dass wir auch versuchen, eine gewisse Berühmtheit zu erlangen, das sicherlich auch. Also wir haben versucht, uns bei diversen Fernsehshows zu bewerben oder Internetshows, wo vielleicht noch Zusagen kommen, man weiß es nicht. Ein Ziel ist es auch, einmal eine richtig professionelle Platte aufzunehmen. Also wir werden jetzt im Sommer eventuell schon eine CD aufnehmen, sicherlich auch nicht schlecht, aber ich glaube, so einen kleinen Plattenvertrag könnten wir uns schon vorstellen. Und was auch ganz wichtig ist: Wir wollen gerne einen neuen Musikstil etablieren, nämlich Flow’n’Roll, bisher sehr unbekannt, vor allem in Deutschland. (alle lachen) Also, wenn man bei Youtube mal Flow’n’Roll sucht, wird man auf andere Musik treffen als auf unsere, aber wir wollten gerne einen eigenen Stil entwickeln. Wir wollen uns auch nicht in irgendeinen Stil rein pressen lassen. Also wenn man sagt, man macht Rock oder Pop, kann das auch ein bisschen 08/15 klingen. Ich glaube, Pop würde uns auch nicht beschreiben, Rock sicherlich auch nicht und Ska/Reggae mit Sicherheit auch nicht, von daher ist Flow’n’Roll ganz passend.
Christopher: Indie wahrscheinlich!
Ramón: Im Notfall sind wir immer Indie, wenn man Indie-Bands sucht. Weil Indie ja ein bisschen Underground ist, also noch neu und Flow’n’Roll ist auch noch neu. Wir versuchen dahin zu kommen, dass es irgendwann im Saturn ein CD-Regal gibt mit Flow’n’Roll. Aber das ist nicht wirklich ein Ziel, das sich die Band gesetzt hat.

Habt ihr schon Pläne für die Zukunft?
Ramón: Ich glaube, eine CD ist nur der kurzfristige Zukunftsplan.
Elli: Und ich will mir ein Cello kaufen!
Ramón: Ein Cello, wie willst du das jemals live spielen? Das ist doch ein Klavier.
Christopher: Ein Cembalo!
Ramón: Ach nein, ich denke an Cembalo! Ja, das wünscht sich die Elli. Wer dafür eine Spende aufbringen möchte, kann das machen.

Welche Musik hört ihr privat?
Ramón: Ich antworte jetzt mal nicht als Erster!
Mario: Das ist sehr unterschiedlich. Ich glaube, es gibt keine Band, die wir alle gleichermaßen klasse finden. Das ist sehr individuell. Ramón zum Beispiel …
Die Anderen: Sag‘s doch einfach von dir!
Mario: Ich mag eher so Rock/Funk-Sachen wie Red Hot Chili Peppers ganz gerne. Das ist so meine Richtung.
Christopher: Ich höre echt querbeet, wie es halt so ist.
Ramón: Ich glaube, er ist der Einzige, der sogar Metal hört.
Christopher: Ganz selten!
Ramón: Also ich bin eigentlich schon immer jemand, der sehr einseitig ist und habe immer die Ärzte gehört. Farin Urlaub ist mein ganz, ganz großes Vorbild. Ich glaube, das spiegelt sich ein bisschen in unseren Auftritten wieder, dadurch, dass ich sehr viel quatsche. Das habe ich mir von ihm abgeguckt. Ich mag auch Ska, aber eigentlich Ärzte! Jennifer Rostock finde ich auch noch sehr, sehr gut!
Elli: Bei mir ist es auch komplett querbeet, also Jennifer Rostock, bei Philip Poisel war ich letztens auf Konzert. Ich höre auch super gern Klassik und oft auch einfach das, was gerade so im Radio läuft.
Ramón: Cro finde ich auch ganz super! Da könnten wir uns fast alle einigen, glaube ich. Und Ed Sheeran hat mich – wenn ich jetzt nach dem gehe, was mich beeinflusst hat – in meinem Liederschreiben neben den Ärzten auch sehr geprägt, also was den schnelleren Gesang angeht.

Unser Blog heißt Burnin‘ Heart Reports. Was bedeutet euch euer Glaube im Alltag?
Christopher: Ich kann jetzt nur für mich sprechen, dass er mich auf jeden Fall durch meinen Alltag begleitet, dass er mir sehr wichtig ist, dass ich es mir nicht vorstellen könnte, ohne Glauben durch den Tag zu gehen, dass er mir sehr viel Kraft gibt oder auf jeden Fall hilft, alle Dinge irgendwie unter Kontrolle zu haben, was ich sehr wichtig finde. Also dass ich Probleme an Gott abgeben kann und somit jeden Tag wieder ganz neu anfangen kann und so ganz im Reinen sein kann. Ich habe jetzt leider nur kurz drüber nachdenken können. Es ist schwer, da wirklich das zu sagen, was ich meine.
Ramón: Ich denke auch, das ist teilweise schwer zu erklären oder zu beschreiben, aber wenn ich zwei Worte nehme, dann auch Kraft und Sicherheit. Man braucht nicht wirklich Angst zu haben. Es hat irgendwie alles seinen Sinn und ich persönlich habe dadurch, dass ich glaube, keine Angst, völlig verloren zu gehen. Ich denke immer: „Menschen, die keinen Glauben haben, Respekt, wie die das machen!“ Also ich würde auch ganz sehr verzweifeln, wenn ich meinen Glauben nicht hätte und nicht jemanden hätte, von dem ich weiß: Der passt auf mich auf und regelt alles für mich.
Elli: Für mich ist Glaube auch sehr wichtig, in jeder Hinsicht, weil es so vielseitig ist und weil man auch mit Gott über alles reden kann, nicht nur über das Eine. Es ist ja oft bei Freunden so, dass man mit gewissen Freunden nur über gewisse Dinge reden kann und mit Gott kann man halt irgendwie über alles reden. Und wenn ich jetzt noch von der Band aus was sagen kann: Zum Beispiel bei unserem Auftritt in der Moritzbastei war es so: Ich war tierisch aufgeregt und ich glaube, da war ich nicht die Einzige.
Ramón: Wir waren alle aufgeregt!
Elli: Und wir standen dann Backstage und wussten, gleich geht’s los, in ein paar Minuten müssen wir da auf der Bühne stehen und alles geben und dann haben wir halt noch mal kurz zusammen gebetet und ich hab da wirklich gespürt, dass ich total ruhig geworden bin und dass es jetzt eigentlich egal ist, selbst wenn die uns ausbuhen, weil ich ja eigentlich schon das Beste im Leben habe. Und dann war ich halt auch total locker und als wir auf die Bühne sind, war alles ganz easy.

Möchtet ihr unseren Lesern noch etwas mitgeben?
Christopher: Auf jeden Fall Flow’n’Roll groß machen!
Ramón: Flow’n’Roll groß machen! Finde ich eine gute Sache!
Elli: Also man kann gerne unsere Facebook-Seite besuchen.
Christopher: …und uns auch buchen.
Elli: Wer uns auf Youtube oder live gehört hat und wem das einigermaßen gefällt, der kann auf Facebook gerne „Gefällt mir“ drücken, da freuen wir uns alle drüber.
Ramón: Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll… Ich weiß nicht, ob es diese Vorurteile über Unplugged-Bands gibt. So nach dem Motto: Eine Unplugged-Band ist eine Unplugged-Band, ganz ruhig. Also ich habe das Gefühl, dass wir manchmal dieses Vorurteil ein bisschen ausräumen, was ich schön finde und dass man da auch offener sein sollte für so was. Also ich bin teilweise musikalisch auch nicht sehr offen, ich kann mir halt Metal nicht großartig anhören, aber ich glaube, was wir machen, ist ja noch nicht so etabliert und dafür offen zu sein finde ich eine gute Sache! Und wir kommen zu Konzerten auch jederzeit gerne vorbei, wenn uns jemand einlädt.
Elli: Also wir sind immer froh über Gelegenheiten.
Ramón: Genau! Spielen, spielen, spielen ist erst mal so das Hauptding und dann, dass die Menschen unsere CD im CD-Regal von Saturn kaufen. (alle lachen)

Vielen Dank für das Interview!

Hier gibt’s noch ein paar Videos von Ms. Erfolg, damit ihr sie auch mal hört und seht und sie vielleicht aucht bucht, wenn’s euch gefällt.

Ms. Erfolg – Und wenn ich sing, dann sing ich
Ms. Erfolg – Nur ein Stückchen
Ms. Erfolg – Nirgendwo

Mehr Infos über die Band gibt’s auf Facebook.

From: Burning Heart Reports



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