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My Story

By Chrblocom / 24. September 2013

By Theolunke

Roman Scamoni

Tja, wo fängt man denn an. Am besten am Anfang … Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde *Zeitraffermodus AN* …………. *Zeitraffermodus AUS* und dann schrie im Innsbrucker Krankenhaus meine Wenigkeit – vermutlich vor Freude über den erfolgreich absolvierten ersten Lebensabschnitt. Ein Schrei, der von Ärzten und meiner Mutter gleichermaßen mit Wohlwollen aufgenommen wurde (im Gegensatz zu vielen anderen Schreien später J Aber das ist eine andere Geschichte)

Nun, zu Kindheit und Jugend ein paar Worte – ich wuchs wohl behütet in einem christlichen Elternhaus auf! Habe meinen Glauben also quasi mit der Muttermilch aufgesogen und hielt mich selbst eigentlich immer für einen höchst anständigen und moralisch einwandfreien Kerl. Naja – diese gute Meinung von mir selbst überlebte meine Jugendzeit nicht! Nachdem ich in diesen Jahren einige gröbere „Böcke geschossen“ habe, musste ich tatsächlich auch eines Tages der Wahrheit über mich selbst ins Gesicht schauen: „Ich bin nicht so gut, wie ich sein sollte“ Ja, ich genügte ja nicht einmal meinen eigenen Maßstäben, wie sollte ich da GOTTES Maßstäben genügen? An diesem Punkt war ich wie so oft froh, dass ich von Kind an mit der frohen Botschaft des Evangeliums aufgewachsen bin. Ich kann vor Gottes Maßstäben nicht bestehen – aber ich MUSS es auch nicht! Weil Jesus für mich gestorben ist! Irgendwie brauchte es diese tiefgreifende Erkenntnis in meinem Leben (also – liebe Eltern – im Nachhinein betrachtet war jedes graue Haar, das ihr wegen mir bekommen habt, gut investiertJ)! Tja, nun hatte ich also in diesem Punkt die „richtige“ Erkenntnis – mit Mitte 20 fängt dann ja das Leben gerade mal an und die Welt steht einem offen! Ich war in unserer Kirchengemeinde sehr aktiv, hatte eben auch ein supernettes Mädl kennengelernt, hab ein Studium an der FH in Innsbruck begonnen, usw. Jeder, der mein Leben sah, dachte sich vermutlich: „Wow, Gott meint es gut mit ihm!“ – Nun, zumindest bis zum Wochenende vom 4. auf den 5. März 2006. Eine etwas abenteuerliche (und vermutlich nicht allzu sinnvolle) nächtliche Autofahrt nach Köln endete auf der Höhe Aschaffenburg – das Auto um einen Baum gewickelt, Christian, mein Freund auf dem Beifahrersitz tot. Ich selbst schwere Verletzungen, als dauerhafte Erinnerung daran blieb eine Querschnittslähmung. 1 Woche künstlicher Tiefschlaf, 3 Operationen, ein paar Wochen Krankenhaus und dann 4 Monate Reha – irgendwie hätte in dieser Zeit kaum jemand gesagt: „Tja, der junge Mann ist ja wirklich gesegnet und beschenkt von Gott“ … oder? Darüber wie ich heute über diese Autofahrt, die Situation und das Drumherum denke, kannst du HIER lesen.

Aber die Geschichte ging eben weiter. Einerseits wusste ich mich einfach immer von Gott getragen. Egal, was kommt! Es ist ja auch ganz interessant, dass ich mir durchaus auch in den Jahren vorher schon überlegt habe: „Was wäre, wenn ich eines Tages querschnittsgelähmt wäre“ (dieser Gedanke kam nicht aus dem Nichts, sondern lag durchaus auch daran, dass ein Freund von mir einige Jahre vorher einen schweren Unfall mit ebendiesen Folgen hatte). Und um das hier jetzt nicht zu sehr zu „vergeistlichen“ – ich bin Gott vor allem auch dankbar, dass er mir immer schon, auch als Kind, eine durchaus „dicke Haut“ gegeben hat. Es war immer schon ein Grundsatz in meinem Leben, dass man die Dinge, die Gott einem zumutet, auch tragen KANN! Ich meine, mal ganz ehrlich: Es bleibt einem eh nix anderes übrig – es muss irgendwie weitergehen! Manche Menschen brauchen lange, bis sie zu dieser Erkenntnis kommen. Gott sei gedankt, hatte ich diese Erkenntnis – soweit ich mich zurückerinnere, von der Minute an, in der ich aus dem künstlichen Koma aufwachte! (Einer meiner ersten Sätze auf der Innsbrucker Intensivstation war: „Hey, draußen scheint die Sonne, bringt mir einen Rollstuhl, ich fahr ne Runde …)

Wie ging es denn nun weiter – nun, ich beendete mein Studium (Biotechnologie, ein Bereich, in dem ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht arbeiten werde), lernte meine jetzige Ehefrau kennen (in aller Bescheidenheit – die Beste der Welt, davon bin ich überzeugt J), und bin weiterhin in der Gemeinde aktiv. Und auch wenn ich selbst noch weit von „Weisheit“ oder so entfernt bin: Ich denke, ich durfte (oder musste) durch diese verschiedenen Dinge immer wieder einiges über Gott – und über mich selbst – lernen! Und ich kann heute voller Überzeugung sagen: Gott ist IMMER gut! Und er hat alles in seiner Hand! Und er „wird alles vollkommen machen zu seiner Zeit“!

Rollstuhlfahrer outdoorEs ist mir heute einfach auch wichtig zu sagen, dass Gott mit jedem einen ganz eigenen Weg hat! Manche Christen, die ich kenne, gingen nach so einem Schicksalsschlag durch ein langes, dunkles Tal, und es dauerte Monate oder Jahre bis sie – trotz allem – erkannten, dass Gott auch da ist, „ob sie schon wanderten durch ein finsteres Tal“! Man kann niemals sagen: „Man muss einfach nur Gott vertrauen“ – dieser Spruch hilft erstens niemandem weiter. Und er ist zweitens FALSCH! Denn „einfach“ ist das oft nicht! Manchmal ist es sogar so schwer, dass man das Gefühl hat, daran zu zerbrechen! Aber wir dürfen und sollen darum ringen, dass wir trotz allem unser Vertrauen in Gott setzen! Denn auch wenn es in der Situation manchmal nicht so aussieht: Nur er gibt eine Hoffnung, die über dieses Leben, ja sogar über den Tod hinausgeht! Garantiert!

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