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Sakrament und Sex

By De Benny Bild von User Nevit auf Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 3.0
Christopher hat bei theologiestudierende.de einen Artikel geschrieben über die Zulassung von Ausgetretenen zum Abendmahl. Den hat Spassheide kommentiert, unter anderem mit diesen Zeilen:
Ach ja – zum eigentlichen Thema – das Abendmahl könnte man guten Gewissens als Einladung auch an konfessionsfreie verteilen, um ihnen zu zeigen, dass auch sie herzlich willkommen sind.
Ich habe nun auch einen Kommentar geschrieben, bin auch auf Spassheide eingegangen, aber beim oben genannten Punkt kam mir ein sehr provokanter Vergleich, den ich hier gerne noch einmal gesondert zur Diskussion stellen möchte:
Laß mich ein drastisches Beispiel formulieren: Du bietest ja auch nicht jedem Deine Tochter an, um zu zeigen, daß er herzlich willkommen ist bei Dir, oder? Du wirst ihm etwas zu trinken und zu essen anbieten, vielleicht ein Zimmer, wenn er nicht weiß wohin diese Nacht. Aber es gibt Grenzen.
Du wirst vielleicht auch nichts dagegen haben, daß nach einer Zeit, wenn er und Deine Tochter sich kennengelernt und ineinander verliebt haben, die beiden zusammenkommen, vielleicht heiraten und Kinder kriegen. Aber davor liegt eben das Kennenlernen, die Einwilligung der Tochter. Ebenso wie die Tochter ist das Abendmahl kein Konsumgut wie ein Essen oder ein Bett für die Nacht. Das Abendmahl ist Kommunikation mit unserem Herren und Heiland. Im Abendmahl vergegenwärtigen wir uns, wie Er sich für uns hingegeben hat (insofern hat das schon was von Sex), ja, wir nehmen Ihn leiblich auf, werden Teil von Ihm als Seine Glieder.
Das ist ein sehr intimes Geschehen. Da lädt man nicht gleich jeden Interessierten ein. Das hat nichts damit zu tun, daß man den Interessieren nicht willkommen heißen würde. Das hat etwas mit der Wertschätzung dessen zu tun, was da geschieht. Man wird aber froh sein, jedem Interessierten erklären zu können, was da vor sich geht, man wird jeden, der davon überzeugt ist, gerne aufnehmen und taufen. Und dann kann er auch am Abendmahl teilnehmen.
Mich würde interessieren: Wie seht Ihr das? Zu drastisch ausgedrückt? Sachlich falsch? Oder vielleicht sogar nachvollziehbar und verständlich?

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von: De Benny

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