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Sünde gegen den heiligen Geist – was heißt das?

By Chrblocom / 12. Januar 2014

Vorab betone ich vielleicht nochmal, dass ich bei allem, was ich schreibe, nie den Anspruch auf Vollständigkeit habe, sondern immer nur Gedankenimpulse geben möchte.
Sofern das klar ist, nun aber los, ich frage, was kann mit diesem Vers gemeint sein?
„Darum sage ich euch: Jede Sünde, ja sogar jede Gotteslästerung kann den Menschen vergeben werden; wenn aber jemand den Heiligen Geist lästert, wird ihm nicht vergeben werden. Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, kann vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Welt noch in der kommenden.“
Ich sehe das so: Wenn Sünde eigentlich Zielverfehlung bedeutet und es unser Ziel ist, Gott zu erkennen, dann geht das natürlich nur, wenn wir zuerst von Gott erkannt werden. Denn wenn der Schöpfer das Geschöpf nicht erkennt, wie sollte jemals das Geschöpf den Schöpfer erkennen?
Wenn ich von „Erkennen“ rede, dann meine ich das übrigens nicht nur erkenntnistheoretisch, sondern im Sinne einer tiefen Vereinigung, die den Menschen in seinem innersten Kern berührt und daher noch weit über den Wortsinn von „Adam erkennt Eva und sie bekommt ein Kind“ hinausgeht.
Aber das nur am Rande, worum es mir geht: Da Erkennen immer Begegnung voraussetzt, muss es Gott irgendwie schaffen, uns zu begegnen, denn nur, wenn er uns begegnet, können auch wir ihm begegnen. Das ist aber ein gar nicht so einfaches Unterfangen, denn Gott steht vor der schwierigen Frage, wie es überhaupt möglich sein soll, dass das Ewige und das Endliche aufeinandertreffen. Die Antwort lautet natürlich ganz christologisch: Nur, indem das Ewige endlich wird und sich Gott damit auf eine Stufe mit den Menschen begibt.
Aus diesem Blickwinkel kann man das Alte Testament in der Weise zusammenfassen, dass es darum geht, dass Jahwe-Gott Strukturen schafft, innerhalb derer Gott Mensch werden kann.
Was aber den menschgewordenen Gott, also Jesus, von anderen Menschen unterscheidet, ist unter anderem, dass er den anderen nicht nur „vorn Kopp“ guckt, sondern tief in ihre Seele hineinblicken kann, so dass es von seiner Seite aus möglich ist, den Menschen zu erkennen, so wie er im Grunde seines Herzens wirklich ist. Das Problem ist nur, dass der Mensch Jesus weiterhin nur „vorn Kopp“ guckt, bzw. nur sukzessiv und rudimentär versteht, wer Jesus eigentlich ist.
Damit er auch in der Tiefe versteht, wer Jesus ist, muss noch etwas passieren. Gott muss nicht nur Mensch werden, sondern muss als Geist in den Menschen hineinkommen, um so seinen Blick zu schärfen, damit er anfängt, die Welt so zu sehen, wie Gott sie sieht und damit auch Jesus so zu sehen, wie Gott ihn sieht.
Aus diesem Blickwinkel kann man wiederum das Neue Testament so zusammenfassen, dass es darum geht, dass Jesus Strukturen schafft, innerhalb derer es dem Geist Gottes möglich ist, in uns einzudringen.
Der Geist Gottes wohnt nun aber nicht einfach so in uns, sondern er hat einen klaren Auftrag, uns zu zeigen, wer Jesus ist. Und auch Jesus hat nicht einfach so unter uns gewohnt, sondern er hatte einen klaren Auftrag, uns zu zeigen, wer Gott Vater ist. Wenn wir aber jetzt „gegen den heiligen Geist sündigen“, dann wenden wir uns – der Bedeutung von Sünde nach – von dem Heiligen Geist ab. Wenden wir uns aber von dem Heiligen Geist ab, dann hat er keine Chance mehr, uns zu zeigen, wer Jesus ist. Sehen wir aber auf einmal Jesus nicht mehr, dann hat wiederum dieser keine Chance, uns zu zeigen, wer Gott Vater ist. Sehen wir aber Gott Vater nicht mehr, dann können wir ihm auch nicht begegnen. Wenn wir ihm aber nicht begegnen können, dann hat Gott Vater logischerweise keine Chance, uns zu vergeben.
Auf der anderen Seite gilt, wenn wir Gott Vater oder Gott Sohn verlästern, bzw. gegen Gott Vater oder Gott Sohn sündigen, dann ist da immer noch der heilige Geist in uns, der uns korrigiert und die Möglichkeit hat, unseren vernebelten Blick wieder klar zu machen.

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