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Vorfreude auf den Tod???

By Chrblocom / 27. Dezember 2013

By Theolunke

Dieter Schütz  / pixelio.de

Wir nehmen uns heute nochmal Zeit, um ein bisschen zurückzublicken in das vergangene Jahr. Am Ende jedes Jahres findet man ja überall so „Jahresrückblicke“ in Zeitungen, im Internet, in der Politik – 2013 war ja ein echt vielfältiges Jahr, Frank Stronach trat als neue Lichtgestalt in die österreichische Politik ein um dann schnellstmöglich seinen Rückzug anzukündigen. Zurückgezogen hat sich auch – erstmals in der Geschichte der katholischen Kirche – ein amtierender Papst, wodurch die Bühne frei wurde für Franziskus, den Ersten. Zum ersten, also zum Staatsfeind Nr. 1 der Amerikaner machte sich der NSA-Aufdecker Edward Snowden – ja, genau und Nationalratswahlen waren auch, die muss man aber wohl nicht erwähnen weil großartige Änderungen sind wohl nicht unbedingt zu erwarten. Es ist viel geschehen im Jahr 2013 – ja, und dann gab es da auch noch diese Jahreslosung. Die Jahreslosung, das ist so etwas wie ein „Jahresmotto“ für Christen und Kirchen, die wird jedes Jahr von einer Gruppe von Christen festgelegt. Wir hatten, wie das ja so üblich ist, Anfang des Jahres auch schon eine Predigt darüber. Nun, vielleicht fragt ihr euch jetzt: „Na gut, ja – aber das Jahr ist ja so gut wie gelaufen? Warum also jetzt noch eine Predigt über die Jahreslosung 2013?“ Das ist durchaus eine gute Frage – die Antwort ist aber einfach, erstens, der Vers wird ja weiterhin in der Bibel stehen! Er wird ja nicht, sobald er Jahreslosung war, einfach rausgestrichen und gilt dann nicht mehr für uns! Und zweitens, und das ist der ausschlaggebende Grund: Ich kenne viele Menschen, die sich mit der Jahreslosung 2013 sehr schwergetan haben. Die Mühe hatten, aus diesem Vers etwas für sich heraus zu lesen, an denen die Jahreslosung 2013 einfach spurlos vorüber gegangen ist. Aber wisst ihr was – dieser Vers hat so eine wichtige Botschaft, nicht nur für jeden Einzelnen hier! Sondern für uns, als Kirche im Kino, für unseren Auftrag, unsere Vision hier in der Stadt. In Innsbruck, in Tirol! Schauen wir also gemeinsam diesen Vers an, er steht im Hebräerbrief, ziemlich am Ende der Bibel, im Kapitel 13. Hebräer 13,14, da steht: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir!“

Dieter Schütz / pixelio.de

Wenn wir das so hören, dann denkt sich der eine oder andere vielleicht: „Typisch Religion – immer nur vertrösten auf das Jenseits“! Und tatsächlich wirkt das auf den ersten Blick so, die „Stadt hier“, also unser Leben hier, diese Welt, all das ist ja „nicht bleibend“, es ist vergänglich, wird irgendwann einfach nicht mehr sein. Und was vergänglich ist, was eben nicht bestehen bleibt, das hat keinen Wert, oder? Wenn ich mir ein Auto kaufe, das sofort kaputt geht, dann war das wohl Schrott! Das Geld nicht wert, ein Reinfall! Und so denken wir dann, dieses Leben hier, das ist ja nur eine „Zwischenstation“, das muss man halt irgendwie aushalten. Augen zu und durch, denn eigentlich fängt das Leben für uns Christen ja erst mit dem Tod an! Erst „im Himmel“, irgendwann in der Zukunft, im Jenseits, da geht es dann richtig los, da spielt die Musi, da geht die Post ab, DARAUF kommt es an!

Und irgendwie bekommt man dann fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir dann denke: „Ja, aber – ähm – mir gefällt es hier doch ganz gut! Ich lebe ja GERN in dieser Welt“! Darf man das als Christ denken? Sollten wir uns nicht alle total auf den Tod freuen, wenn wir endlich diese „vergängliche Welt“ hinter uns gelassen haben? Vielleicht sollten wir doch, bevor wir hier eine vorschnelle Meinung bilden, ein zweites Mal hinschauen. Ein zweiter Blick schadet nicht und vielleicht erkennen wir dann, dass bei dem Vers, so wie ich ihn vorgelesen habe, ein Wort fehlt. Ein sehr wichtiges Wort, ein Wort, das vielleicht auch den Sinn des Verses ziemlich ändert … mal sehen:

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