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Warum Demut der Schlüssel zur Ewigkeit ist

By Chrblocom / 25. September 2013

Wenn Hochmut die schlimmste aller Charaktereigenschaften ist, wegen derer der Satan aus dem Himmel geflogen ist und der Mensch aus dem Paradies, dann sollte es nicht verwundern, dass das Gegenteil von Hochmut – also Demut – die wichtigste aller Charaktereigenschaften ist.

Warum, das kann man wohl nur verstehen, wenn man verstanden hat, was Demut bedeutet.

Die beste Definition habe ich in Martin Schleskes fantastischem Buch „Der Klang“ gelesen. In meinen Worten: Demut hat nichts damit zu tun, sich selbst gering zu schätzen, sondern damit, den Anderen so wert zu schätzen, dass man bereit ist, ihm zu dienen.

So weit, so gut, aber warum ist das so wichtig, dem Anderen zu dienen?

Wenn dieses Leben wirklich eine Vorbereitung auf die Ewigkeit ist, dann sollten wir – damit das mit der Ewigkeit klappt – vor allen Dingen darauf vorbereitet werden, wie wir es schaffen, miteinander auszukommen, ohne dass im Himmel gleich am ersten Tag Mord und Totschlag ausbricht. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, wie wir das hinkriegen, ist die, für die Jesus seinen Vater bittet:

„Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie alle eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien…“ (Johannes 17,22)

Wenn diese Bitte wahr werden würde, dann wäre tatsächlich auf ewig Schluss mit Mord und Totschlag, denn dann gebe es kein Gegeneinander mehr, sondern nur noch ein Füreinander.

Damit das mit dem Einswerden aber überhaupt klappen kann, dafür hat Gott den Menschen von Anfang an bedürftig geschaffen. Denn nur, wenn der Mensch bedürftig ist, ist er auch aufeinander angewiesen. Und nur, wenn er aufeinander angewiesen ist, kann er zusammenwachsen.

So ungefähr hat sich Gott das wohl vorgestellt – der ganze Plan steht und fällt allerdings damit, ob der Mensch Hochmut oder Demut im Herzen trägt. Ist er hochmütig, kann sein Nächster so bedürftig sein wie er will – unter keinen Umständen wird er ihn wert genug schätzen, ihm zu dienen. Nur Demut wird ihn davon überzeugen, dass sich der Einsatz lohnt.

Was dabei am Ende herauskommt, das bringt eine russische Fabel ganz gut auf den Punkt. In dieser besucht ein Mann zunächst die Hölle und dann den Himmel. Beide Orte ähneln sich darin, dass Menschen mit meterlangen Löffeln in den Händen um einen großen Suppentopf herumsitzen. Während die Menschen in der Hölle allerdings krank und abgemagert aussehen, sind die Menschen im Himmel gesund und wohlgenährt. Bei genauerem Hinsehen bemerkt der Mann dann, woran das liegt: In der Hölle versuchen die Menschen völlig vergeblich, sich die meterlangen Löffel selbst zum Mund zu führen, währenddessen die Menschen im Himmel so schlau sind, sich mit den Löffeln gegenseitig zu füttern.

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