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Warum ich gern ein Hobbit wär’

By Chrblocom / 12. Dezember 2013

By claudiadahinden

Popcorn-Perlen

An den letzten beiden Wochenenden habe ich mir die „Herr der Ringe“-Filme und den ersten Teil der „Hobbit“-Trilogie angesehen, ohne zu realisieren, dass genau heute der zweite „Hobbit“-Teil startet. Jetzt bin ich voll im Tolkien-Groove und widme deshalb dieses Popcorn-Post dem ersten Teil der Trilogie – und den Hobbits. Dieses Volk fasziniert mich, weil ich selbst ein halber Hobbit bin.

Schon optisch gibt es zwischen mir und den Hobbits gewissen Parallelen: wir sind a) klein und kriegen b) unsere Frisur selten richtig auf die Reihe, was c) auch an den etwas markanten Ohren liegen könnte (Anschauungsfotos werden nicht geliefert; es möge jeder seine Fantasie benutzen). Hingegen sind meine Füße mit Schuhgröße 35/36 definitiv NICHT groß und eindeutig NICHT behaart.

Neben dem Aussehen teile ich mit den Hobbits auch die Liebe zum trauten Heim. Bei mir läuft immer viel, und das ist ok, aber nur Zuhause kann ich wirklich auftanken, mich ausstrecken und die Seele baumeln lassen. Und das Hobbit-Zuhause, das „Auenland“, hat es mir natürlich auch angetan: die grünen, sanften Hügel und das währschafte Völklein, das gern im Pub sitzt und zur Fiddle tanzt – es fällt nicht schwer, den Ursprung von Tolkiens Inspiration für die Hobbits zu erraten. Wenn ich mir das Auenland vorstelle oder mir einen der Filme ansehe, bin ich wieder in meiner Herzensheimat Irland, über die ich auch schon geschrieben habe.

Vor allem bewundere und liebe ich die Hobbits für ihren Charakter, von dem ich mir gern eine Scheibe abschneiden würde. Sie sind demütig und bescheiden und werden oft unterschätzt, zeichnen sich aber durch Hingabe, Loyalität und einen ungeheuren Mut aus. Und sie geben niemals auf.

Bilbo, der Held des „Hobbit“-Films, war in „Herr der Ringe“ nicht mein Lieblings-Hobbit. Doch im ersten Teil der Trilogie lernen wir den jungen Bilbo kennen und müssen ihn einfach lieben.

Erst ist er ein typischer Vertreter seines Volks, sitzt am liebsten zu Hause am warmen Herd und liebt sein bequemes, sicheres Leben. Darum lehnt er Gandalfs Angebot ab, der ihm ein Abenteuer vorschlägt. Damit ist die Sache aber nicht ausgestanden: Bilbo traut seinen Augen nicht, als unverhofft eine Horde Zwerge auftaucht und sich in seinem Haus breit macht. Er kann nur entsetzt zusehen, wie sie seine Vorräte verschlingen, sein Geschirr in der Luft herumwerfen und lautstark feiern. Als ihm der Anführer Thorin vorschlägt, die Zwerge im Kampf um ihre alte Heimat Erebor zu unterstützen, reizt ihn das schon – aber es fällt ihm zu schwer, das sichere Heim zu verlassen, und so sagt er ab. Am nächsten Tag wacht er auf und stellt erleichtert fest, dass seine Gäste abgereist sind. Endlich allein, endlich Frieden – sein Haus gehört wieder ihm! Doch er findet keine Ruhe, tigert im Haus herum – und rennt schließlich mit gepacktem Bündel aus der Tür und in wildem Tempo über die sanften Hügel, um die Truppe einzuholen. Er hat seine Angst überwunden und sich für das Abenteuer entschieden.

Doch damit fangen seine Herausforderungen erst an. Die Zwerge – allen voran Thorin – haben nicht sonderlich viel Vertrauen in den Hobbit: er ist kein erfahrener Krieger, ist klein und unscheinbar. Und auch Bilbo selbst ist mehrmals versucht, aufzugeben und nach Hause zu fliehen. Den größten Konflikt erlebt er, nachdem er von den Gefährten getrennt wird: mit Hilfe des Rings kann er aus dem Berg und vor Gollum fliehen und holt die Truppe ein. Doch bevor er seine Gefährten erreicht hat, hört er Thorin sagen, dass er ihm nie getraut hat und wusste, dass er nicht zurückkommen wird.

Unsichtbar für ihre Augen steht Bilbo hinter einem Baum und fragt sich, was er tun soll. Warum nicht einfach umkehren und nach Hause gehen? Aber er entscheidet sich anders, tritt hervor und schliesst sich seinen Kameraden wieder an. Kurz darauf hat er Gelegenheit, allen zu zeigen, wie es um sein Herz bestellt ist: als Thorin vom fahlen Ork Azor bedroht wird, stellt er sich der Bestie mutig in den Weg und rettet Thorins Leben.

Aus Bilbos Verhalten sprechen Demut und eine innere Kraft, die aus seinen tiefen Wurzeln genährt wird. Seine Heimat versorgt ihn auch in der Ferne mit Mut und Durchhaltewillen, und sie inspiriert ihn letztlich, den Zwergen beizustehen: er erkennt, wie kostbar es ist, eine Heimat zu haben, und will das seine beitragen, damit auch die Zwerge ihr Zuhause zurückbekommen.

Mein Zuhause ist die Gewissheit, bei Gott angekommen und angenommen zu sein. An diesen Ort kann ich jederzeit zurückkehren, und dort spielt es keine Rolle, ob ich mit meinen Plänen Erfolg habe und ob ich alle meine Ziele erreiche. Und genau das gibt mir die Kraft, neue Wege zu wählen und Risiken einzugehen.

Und so bald wie möglich führt mich meine Reise ins Kino und zu Bilbos zweitem Abschnitt auf seinem Abenteuer.

Wie stehst Du zu „Herr der Ringe“ – bist Du auch ein Fan? Und: hast Du einen Lieblingshobbit, oder eine andere Lieblings-Figur? Ich freue mich auf Dein Feedback!

Einsortiert unter:Personal Pieces, Popcorn-Perlen Tagged: Filme, Gott, Hobbit, Tolkien

From: Seelensnack

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