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Warum musste Jesus sterben? – Episode: Der Auszug aus Ägypten

Das Thema ist wichtig, daher auf in eine neue Runde. Wenn jemand umgebracht wird, dann ist es als Detektiv, der ich nicht bin, wahrscheinlich notwendig, sich die vorausgehenden Ereignisse mal etwas genauer anzusehen. Im Fall von Jesus hat er am Abend vor seiner Hinrichtung noch mit seinen Jüngern das Passahmahl gefeiert. Und das natürlich nicht ohne Grund, er tut es, um deutlich zu machen, dass man seinen bevorstehenden Tod nur im Lichte von Passah vernünftig beurteilen und einordnen kann.
Passah, das weiß man oder auch nicht, bedeutet „Vorüberschreiten“ und erinnert daran, dass die Israeliten in der Nacht vor ihrem Auszug aus Ägypten den Türpfosten ihrer Häuser mit Blut beschmieren mussten, damit der Todesengel an ihnen vorbeizieht. Der Todesengel war wiederum im Einsatz, weil Ägypten Israel nicht ziehen lassen wollte, so dass Gott gezwungen war, diejenigen Mächte zu brechen, die den Auszug verhinderten.
Wenn Jesus nun das Passahmahl mit den Worten einsetzt, dass der Wein, den sie zu trinken vorhaben, eigentlich sein Blut ist, das er für sie vergießen wird, dann liegt die Parallele zu Passah eigentlich auf der Hand. So wie den Israeliten befohlen war, ihren Türpfosten mit dem Blut der geschlachteten Lämmer zu beschmieren, so fordert Jesus seine Jünger – das neue Israel – dazu auf, den Türpfosten ihres Herzens mit seinem Blut zu beschmieren, damit der Todesengel auch hieran vorüberzieht. Weil das Herz immer auch das wahre Selbst einer Person symbolisiert, könnte man auch so sagen: Worum es bei dem neuen, von Jesus eingesetzten Passah geht, ist ein Auszug aus dem alten Leben hinein in ein neues Leben, wobei alles, was das wahre Selbst daran hindert, diesen Schritt zu gehen, beseitigt werden muss. Diejenigen Dinge also, die den Menschen in der Endlichkeit festhalten wollen, müssen sterben, während der Mensch selbst freigesetzt wird, ein neues Leben mit Ewigkeitswert zu beginnen.
Und nun ist vielleicht aus etwas deutlicher, warum Jesus davon spricht, dass sein Blut zur Vergebung der Sünden vergossen wird. Denn die Sünde ist ja genau das, was einen Menschen in der Endlichkeit und damit in dem Zug Richtung Todestal gefangenhält. Und so wie die Israeliten in Ägypten von ihrem Denken und Selbstverständnis her möglicherweise immer mehr selbst zu Ägyptern geworden sind, so wird ein Mensch, der sein ganzes Leben im Zug sitzt, möglicherweise irgendwann selbst zum Zug, oder zählt sich wenigstens zum Interieur. Und ebenso wird ein Mensch, der sein ganzes Leben sündigt, irgendwann selbst zur Sünde, so dass Sünder und Sünde ineinander übergehen und man gar nicht weiß, wo der eine anfängt und das andere aufhört.
Und daher gilt: So wie es das Blut an den Türpfosten Israels möglich gemacht hat, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, so macht es das Blut an den Türpfosten des Herzens möglich, zwischen dem Selbst und der Sünde zu unterscheiden, in die das Selbst verstrickt ist. Das also, was von dem Blut bedeckt ist, das ist von der Sünde befreit und damit frei für die Ewigkeit, wogegen das, was nicht vom Blut bedeckt ist, den Lauf der endlichen Dinge nimmt. Oder anders gesagt: Hat es der Tod auf die Sünde abgesehen, dann ist es ratsam, nicht mehr von ihr geritten zu werden, denn ansonsten geht man im schlimmsten Fall selbst mit drauf.

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von: Felsen Blog

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