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Muss man Angst vor Gott haben? – Teil 2

By Chrblocom / 17. November 2013

Ich habe das Gefühl, den Artikel Kann man Gott gleichzeitig lieben und fürchten? um zwei Punkte ergänzen zu müssen.

1. Wer Angst vor Gott haben sollte
Es ist leicht gesagt, dass man vor Gott keine Angst haben muss, aber was wäre Gott für ein Gott, wenn sich auch ein Hitler nicht vor ihm zu fürchten bräuchte? Wenn er also für das, was er getan hat, nicht zur Rechenschaft gezogen würde? Wäre das nicht ein Schlag ins Gesicht von Millionen von Opfern, deren Leben er zerstört hat? Insofern ist es also gut so, dass die Mächtigen dieser Welt Grund haben, sich vor Gott zu fürchten, denn wer einen gerechten Gott fürchtet, der lässt sich möglicherweise nicht so schnell dazu verleiten, seine Macht für ungerechte Zwecke zu missbrauchen. Die Mächtigen, das sind aber natürlich nicht nur Politiker, sondern das ist jeder, der in irgendeiner Form Macht über andere ausübt, sei es der Lehrer, Pastor, Firmenchef oder Familienvater.

Das Problem ist nun, dass das Monster, das von Hitler Besitz ergriffen hat, in jedem Menschen schlummert. Ob man sich vor Gott fürchten muss oder nicht, hängt insofern davon ab, ob man sich mit diesem Monster identifiziert, oder mit Jesus. D.h. identifizieren wir uns mit dem Monster, dann muss Gott uns, weil er sich wiederum mit den Menschen identifiziert – und insbesondere mit den Menschen, die dem Monster zum Opfer fallen – als seinen Feind ansehen. Wäre es nicht so, müsste man schon sehr an Gottes Liebe und Empathie für die Menschen zweifeln – speziell hinsichtlich der Schwächsten und Schutzbedürftigsten, die leichte Beute für das Monster sind. Identifizieren wir uns dagegen mit Jesus, sieht Gott in uns seinen eigenen Sohn, den er liebt und gleichzeitig zutraut, sich um die anderen Menschen – und wiederum speziell um die Schwachen und Schutzbedürftigen – zu kümmern.

2. Warum man sich notwendigerweise vor Gott fürchtet
In einer ganz bestimmten Weise ist es aber auch ganz normal, sich vor Gott zu fürchten. Spaziere ich nämlich nachts durch die Gassen und mir kommt jemand mit den Körpermaßen eines Wladimir Klitschko entgegen, dann kann es unter Umständen, möglicherweise, vielleicht auch mir passieren, dass ich leicht zusammenzucke. Komme ich aber dann mit ihm ins Gespräch und ich merke, dass das ein netter Typ ist, der keine Absichten hegt, mich in den Boden zu stampfen, fällt dann auch die innere Anspannung von mir ab. Wenn mich aber schon ein Klitschko nervös macht, um wie viel mehr erst ein allmächtiger Gott, weswegen auch in Bezug auf Gott gilt: Erst, wenn ich es wage, mich auf ihn einzulassen, kann ich erleben, dass er vertrauenswürdig ist. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum Gott Mensch geworden ist, denn möglicherweise wirkt ein einfacher Zimmermann nicht ganz so furchteinflößend wie ein allmächtiger Gott.

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